Debakel für abstiegsbedrohte Eckernförder

Debakel für den Eckernförder Sportverein. 0:7 (0:2) verlor das Team von Arne Johannsen, der den berufsbedingt abwesenden Cheftrainer Niels Bünning vertrat. Der Heikendorfer SV hingegen feierte noch lange nach dem Spiel den bislang höchsten Saisonsieg. „Wir haben uns endlich Luft verschafft. Heute hat alles gepasst. In manchen Situationen waren wir ein bisschen fahrlässig, aber Keeper Thomas Bohrmann hat seine Sache gut gemeistert“, freute sich HSV-Trainer Mikica Mladenovic über den verdienten Sieg seines Teams.

Immerhin sah es in den Anfangsminuten recht vielversprechend aus, was die Gäste zeigten. Sie versuchten immer wieder, in der gegnerischen Hälfte für Unruhe zu sorgen. Das gelang ihnen zwischenzeitlich ganz gut. Kai Kober schoss aus kürzester Distanz aufs Tor, Keeper Bohrmann blieb nichts anderes übrig, als sich mit seinem ganzen Körper gegen den Ball zu schmeißen (5.). Mehr zwingende Chancen erspielten sich die Gäste zunächst nicht, dennoch machte sich der ESV ab und zu durch Offensivbemühungen bemerkbar. Letztlich haperte es aber immer an der fehlenden Durchschlagskraft und Cleverness.
Nach einer Viertelstunde brachte der Heikendorfer SV die Anfangseuphorie der Gäste unter Kontrolle, sie dominierten das Spiel und gingen durch Dominic Kahl in Führung (16.). Vorausgegangen war ein exzellentes Zuspiel von Goran Todic. Die Gastgeber waren ideenreich, legten tolle und ansehnliche Kombinationen aufs Parkett und schossen folgerichtig durch Manuel Schwenn den 2:0-Halbzeitstand (22.). Kurz vor der Halbzeit wurde der HSV nachlässiger, Eckernförde kam etwas häufiger in die gegnerische Hälfte, ohne jedoch zwingende Torchancen herauszuspielen. Immerhin zeigten sie Ehrgeiz und sahen das Spiel noch nicht als verloren an.

Nach der Halbzeitpause kam das böse Erwachen für die Gäste. Die Zuschauer hatten noch nicht wieder Platz genommen, da erhöhte Jan Wieland, nach einer Flanke von Goran Todic, auf 3:0 (47.). Für Eckernförde schien das Spiel nun endgültig gelaufen zu sein. Jegliche Bemühungen scheiterten kläglich. Den Ausweg sahen viele ESV-Spieler nur in Foulspielen oder unsportlichem Verhalten. Christoph Thede holte sich unnötigerweise die Gelb-Rote Karte ab (68., wiederholtes Foulspiel) und schwächte sein Team immens. Zu zehnt lief bei Eckernförde nichts mehr. Heikendorf war clever genug, das eiskalt auszunutzen. Manuel Schwenn (71.), Patrick Wemmer (84.), Henrik Giese (86.) und erneut Manuel Schwenn (88.) machten die höchste ESV-Klatsche der Saison perfekt.

Arne Johannsen schüttelte nach dem Spiel nur noch den Kopf: „Heikendorf war uns in allen Belangen überlegen. Wir können jetzt nur noch hoffen, gegen das Tabellenschlusslicht NTSV Strand 08 zu punkten.“

Veröffentlicht: Nord Sport, 14. April 2009

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