Husumer Abstieg fast schon besiegelt

Glück für Comet, Pech für Husum. Nach einem glücklichen 2:0-Erfolg der Kieler gegen die abstiegsbedrohten Husumer bleibt den Gästen nun nur noch ein ganz kleines Fümkchen Hoffnung. "Es wird schwer, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Zumal wir schon gegen die Mannschaften von unten gespielt haben", gestand auch Trainer Rolf Nielsen, machte aber auch deutlich: "Nur weil wir hier jetzt 0:2 verloren haben, heißt das nicht, dass wir den Spielbetrieb einstellen. Das ist ja Quatsch."

Comet durfte sich glücklich schätzen, die drei Punkte an der Passader Straße behalten zu haben. "Das war heute nicht die Krönung. Wir müssen das Spiel abhaken und nach vorne schauen. Heute hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite", freute sich Arne Witt über das 2:0 seiner Mannschaft.

Zunächst sah alles nach einem typischen 0:0-Spiel aus. Das Spiel war ausgeglichen, beide Mannschaften hatten keine Torraumszenen. Es war ein Spiel zwischen den Strafräumen. Comet hatte ein bisschen mehr vom Spiel, was den Ballbesitz und die Ideen im Aufbauspiel betraf, konnte damit aber nur wenig anfangen. Nennenswerte Szenen blieben aus. Mit der Zeit kam Husum besser ins Spiel, man erkannte, dass die Gäste im für sie vorentscheidenden Spiel die Aufholjagd in Richtung Klassenerhalt starten wollten. Ein Schuss von Sebastian Sältz aus 30 Metern war die erste Szene des Spiels, bei der ein Schuss in Richtung Tor ging (17.). Ansonsten sahen die rund 80 Zuschauer spielerisch kaum mehr Kreisliga-Niveau: Hohe Bälle, Passungenauigkeiten, keine Strafraumszenen - kurzum: Die Attraktivität ließ zu wünschen übrig. Zu allem Überfluss holte sich David Strüning noch die Gelb-Rote Karte ab (45.) Erst zeigte er sich unzufrieden mit einer SR-Entscheidung. Nach Aufforderung seines Mitspielers, endlich ruhig zu sein, schubste Strüning diesen heftig zur Seite und musste dafür vom Platz - dumm und völlig berechtigt.

Die zweite Halbzeit konnte eigentlich nur besser werden. Vier Minuten nach Wiederanpfiff gelang es den Kielern, gegen zehn Husumer in Führung zu gehen. Nach einer Rechtsflanke, trafen Oliver Blazevic und Meysam Shahhosseini aus gut einem Meter Torentfernung den Ball nicht, ehe Chris Karstens zum 1:0 einschoss (49.). Comet tat dennoch nur das Nötigste, teilweise waren die Mannen von Arne Witt zu nachlässig und ließen Husum zu viel Platz. Nach einem Eckball von Marcel Otto köpfte Björn Fleige aus 16 Metern daneben (57.). Comet erspielte sich dank der Überlegenheit gute Chancen. Michael Ziesecke probierte es aus 16 Metern (64.). In der 71. Minute ließ Meysam Shahhosseini die Klassenerhaltsträume der Gäste (fast) endgültig platzen. Mit der Pike traf er zum 2:0-Endstand.

Nach dem Spiel war Rolf Nielsen enttäuscht: "Wären wir in der zweiten Halbzeit zu elft gewesen, hätten wir gewinnen können." Aber das Leben ist kein Konjunktiv…

Veröffentlicht: Nord Sport, 27. April 2009

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