Kilia Kiel steckt nach achtem Spiel im Abstiegskampf
Der FC Kilia Kiel hinkt seinen Ansprüchen hinterher. Nur einen Sieg (3:1 in Heikendorf) fuhr der Traditionsklub von der Förde aus den vergangenen acht Spielen ein. Zwei Punkte gewannen sie nur zu Hause – Erinnerungen an die Heimmisere in der letzten Saison kommen hoch. Kilia steckt nach dem achten Spiel im Abstiegskampf! „Die Gesamtsituation ist alles andere als rosig“, sieht auch Kilias Trainer Stefan Mackeprang selbstkritisch. Doch woran liegt es? Die Personallage hat sich in der Sommerpause geändert. Goalgetter Mario Witt wechselte zu ETSV Weiche Flensburg. „Witt hat Kilia geholfen und die Tore geschossen, die uns jetzt fehlen.“ Zudem steht Torwart Philipp Reinhold nicht mehr regelmäßig zur Verfügung. „Man kann erkennen, dass im Angriff und im Defensivbereich gute Spieler fehlen. Die Tordiffenrenz ist deshalb erschreckend“.
In der Vorbereitung lief noch alles sehr zufriedenstellend, Spiele gegen SH-Ligisten konnten gewonnen werden und die Spieler haben Moral bewiesen. Das erste Spiel gegen Flensburg 08 (1:1) war zwar nur ein Punktgewinn, doch „da habe ich mir noch keine Sorgen gemacht, weil ich hörte, dass Kilia in den vergangen Jahren im Auftaktspiel immer Probleme hatte“, so Mackeprang. Der Sieg in Heikendorf war auch noch im Soll. Doch dann startete die Negativserie. Büdelsdorf (1:4), Heide (nur 1:1), Horst (2:5), Lübeck II (0:5), Husum (0:3) und Eckernförde (1:1) – nur zwei Punkte aus sechs Spielen. Für den FC Kilia Kiel eine Katastrophe! In Spielen wie in Heide oder gegen den VfR Horst gingen die Kieler in Führung, doch die schlechte Einstellung der Spieler auf dem Platz führte noch zu Punktverlusten. Stefan Mackeprang steht meist fassungslos an der Seite. Als Zuschauer staunt man, wie gut die Kieler ins Spiel starten und von Minute zu Minute überheblicher und nachlässiger werden. Mackeprang wird in den kommenden Spielen auf ehrgeizige und engagierte Spieler zurückgreifen.
Nächste Woche soll gegen Neumünster eine Überraschung folgen. „Man kann nur versuchen, sich über kleinere Erfolgserlebnisse zurück in die Spur zu bringen“, so Mackeprang.
Veröffentlicht: Nord Sport, 6. Oktober 2008