Comet dreht Spiel nach der Pause

„Wir haben heute glücklich gewonnen“, freute sich Comet-Trainer Wolfhart Ziesecke nach dem 3:2-Sieg seiner Truppe gegen den FT Eider Büdelsdorf. Dank einer starken zweiten Halbzeit und in Überzahl drehten die Gastgeber einen 0:1-Rückstand verdient um. Mit dem Erfolg überholte Comet die Lehmann-Elf in der Tabelle und steht nun auf dem sechsten Platz.

In der ersten Halbzeit nahm FT Eider sofort das Heft in die Hand. Sie drängten die Gastgeber weit in ihre eigene Hälfte und überzeugten mit ideenreichem gutem Kombinationsfußball. So erspielten sie sich die ersten Möglichkeiten, doch nach einem Freistoß von Kai Lass, erwischte Till Furthmann aus fünf Metern den Ball nicht richtig (11.). Eider machte weiter Druck. Ein Kopfball von Florian Tinnemann, nach Hereingabe Treptows, ging knapp am Tor vorbei (23.). Auch zwei Minuten später gelang es Tinnemann nicht, den Ball kurz vorm Gehäuse einzunetzen. Nach einer halben Stunde war es dann aber soweit: Aus sieben Metern erzielte Florian Tinnemann für seine Mannschaft die verdiente Führung. Weitere Chancen von Torsten Petersen aus sieben Metern (35.) und Florian Tinnemann (37./42.) trafen nicht das gewünschte Ziel.
Comet spielte in Durchgang eins nicht schlecht und war stets bemüht, mit dem starken Gegner mitzuhalten. Außer zwischenzeitlichen Chancen von Oliver Blazevic (31.) und Nedeljko Veselinovic (33.) war von Kieler Seite keine Tormöglichkeit zu sehen.

Nach Wiederanpfiff wendete sich das Blatt. Wolfhart Ziesecke wechselte seinen Sohn Robin ein, der sich kürzlich erst seinen Zeh gebrochen hatte. Glückliches Händchen, denn acht Minuten später traf er zum Ausgleich: Nach einem Fehler von Kai Lass, der es in der Abwehr mit einem Querpass versuchte, erlief sich Ziesecke den Ball und schoss aus 15 Metern ein. Eider machte Comet stark. Spätestens nach einer Stunde dann die Spiel entscheidende Szene, als Schiedsrichter Pohlmann Kai Lass die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels zeigte. Comet nutzte die Überzahl aus und machte Druck auf Eider. Nach einem Steilpass von Blazevic, schoss Ziesecke frei vor FT-Keeper Sörensen vorbei (65.). Vier Minuten später erlief Marco Rook einen Fehlpass von Erkan Yildirim im Mittelfeld, stürmte in Richtung gegnerischem Tor und vollendete zum vielumjubelnden 2:1. In der 76. Minute traf Nedeljko Veselinovic sogar noch zum 3:1. Die Gäste waren kurz geschockt, wachten aber schnell auf und versuchten, noch das Bestmöglichste zu machen. Der eingewechselte Sebastian Grzegorczyn bediente mit einer Traumflanke Florian Tinnemann, der zum 3:2 einköpfte (81.). Eider drängte in den Schlussminuten auf den Ausgleich, der ihnen jedoch nicht mehr gelang.

„Wir haben Comet den Sieg geschenkt. Die Fehlpässe von Kai Lass und Erkan Yildirim dürfen uns nicht passieren und schon gar nicht zum Tor führen. Man muss wissen, dass man in der Abwehr keinen Querpass spielt. Wenn wir da anfangen müssen, zu trainieren, können wir es gleich sein lassen“, ärgerte sich FT-Trainer Olaf Lehmann über die Leistung seiner Mannschaft in Durchgang zwei.

Veröffentlicht: NordSport, 29. Oktober 2007

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