Ein Erlebnis – aber FFC kassiert 20 Tore

„Wir freuen uns, dass wir wenigstens gegen Holstein Kiel einen Punkt geholt haben“, war Oldesloes Trainer Michael Clausen glücklich über das 1:1-Unentschieden. Nichtsdestotrotz lief die Vorrunde für den Zweitligisten alles andere als zufriedenstellend. Das Team aus Schleswig-Holstein kassierte 20 Gegentore und schoss das erste Tor erst im sechsten Spiel. Gaitana Lippert war es, die ausgerechnet gegen Holstein traf. Ansonsten gab es nur selten etwas Sehenswertes vom FFC. Dennoch hatte Clausen eine Erklärung für die miserable Leistung seiner Truppe: „Wir sind einfach keine Hallenmannschaft. Uns fehlt die individuelle Klasse. Holstein zum Beispiel hat Spielerinnen in den Reihen, die das Spiel stützen können.“ Ärgerlich sei die 0:3-Niederlage im Eröffnungsspiel gegen Turbine Potsdam gewesen. „Wir hatten gute Möglichkeiten, aber unsere Chancenauswertung war heute bescheiden.“ Auch gegen Werder Bremen (0:2) war mehr drin. Clausen bemerkte sogar: „Das Spiel hätten wir gewinnen müssen.“
Für den Zweitligisten ist der Nordcup dennoch ein tolles Ereignis. „Wir können uns mit Erstligisten messen und sehen in jedem Spiel, wo wir uns noch verbessern können. Sowohl in der Chancenausbeute, als auch in der Ballsicherheit und im Zweikampfverhalten müssen wir noch einiges tun. Aber wir haben noch Zeit, um das für die Rückrunde ein zu studieren.“ Die Spiele findet Clausen auch im Gegensatz zum Herrenfußball qualitativ besser: „Bei diesem Turnier wurde nicht gegrätscht oder mit Gewalt von der Mittellinie aufs Tor geschossen. Hier spielen hervorragende Fußballerinnen.“ Hinzu kommt die „tolle Organisation“ (Clausen), die hohe Anerkennung verdiene.

Veröffentlicht: Nord Sport, 18. Januar 2010

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