Bei Kilia Kiel muss schnell der Knoten platzen
Beim FC Kilia Kiel läuft derzeit alles drunter und drüber. Vergangene Woche gab Mathias Koch sein Amt als Manager auf. Private und berufliche (selbstständiger Gebäudereiniger) Gründe seien die Ursachen gewesen, nicht die sportliche Entwicklung des Vereins. Und die sieht alles andere als prickelnd aus. Nur ein Sieg, drei Unentschieden, insgesamt acht Niederlagen und damit nur sechs Punkte stehen auf dem Konto der Kieler. Muss nun Kilias Trainer Stefan Mackeprang gehen? „Nein!“, lautete die klare Antwort des ersten Vorsitzenden Klaus Burr. „Er kann für die sportliche Situation nichts. Beim Training steht Stefan mit nur zwölf Mannen auf dem Platz. Das macht seine Arbeit verdammt schwer. Er kann keine Wunder vollbringen. Ein Rauswurf kommt von der Vorstandsseite nicht in Frage“, betonte Burr.
Die Nerven liegen bei den Spielern blank. Gegenseitiges Anpöbeln ist in den letzten Tagen keine Seltenheit mehr. Das Selbstvertrauen ist nach dem letzten Erfolgserlebnis vor über zweieinhalb Monaten im Keller. Hinzu kommt das Verletzungspech der Sümnik-Brüder. „Die beiden fehlen uns“, so Burr, der hofft, dass bald der Kader wieder komplett ist. „Uns ist es in den letzten acht Spielen nicht gelungen, zwei Mal mit derselben Mannschaft aufzulaufen. Wir kriegen gar keine Konstante und keine Sicherheit ins Spiel.“
Stefan Mackeprang hatte vor dem Altenholz-Derby auf einen Punktgewinn gehofft. „Nun wird es verdammt schwer. Wenigstens gegen die Abstiegsgefährdeten müssten wir punkten.“ Nächstes Wochenende muss Kilia Kiel gegen Henstedt-Rhen, dem Tabellenzweiten, ran. Fortan lautet es am Hasseldieksdammer Weg: Auf in den Abstiegskampf, Kilia Kiel!
Veröffentlicht: Nord Sport, 10. November 2008