Preetzer TSV startet als Favorit in die Verbandsliga Nord-Ost
Als Aufsteiger in die Bezirksoberliga gelang dem Preetzer TSV in der letzten Saison fast der Durchmarsch in die höchste Spielklasse Schleswig-Holsteins. Nur vier Zähler lagen sie hinter Eckernförde auf dem zweiten Platz. Dennoch ist Spielertrainer Martin Lütje „definitiv zufrieden“, in der kommenden Saison in der Verbandsliga Nord-Ost zu spielen.
Das Saisonziel der Preetzer ist optimistisch gesetzt: „Wir wollen unter die ersten drei Plätze kommen. Alles andere wäre nicht entsprechend“, hat Lütje den Anspruch, oben mitzumischen. Einen klaren Favoriten sieht Lütje jedoch nicht: „Aus der letzten Saison weiß ich, dass jeder jeden zu jedem Zeitpunkt schlagen kann“, so Lütje und behauptet, „auch diese Saison wird es so sein. Wir werden im oberen Tabellendrittel Mannschaften sehen, von denen man das zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwartet.“
Der Preetzer TSV weist eine junge Mannschaft mit Spielern auf, die Anspruch zum Führungsspieler haben. Manuel Meier, der über die Stationen Holstein Kiel, FC Kilia Kiel und TSV Bordesholm zum Preetzer TSV gestoßen ist, kann genauso gut wie Jirka Heine (Holstein Kiel, TSV Plön) ein wichtiger Schlüsselspieler im Preetzer Spiel werden. „Ich erwarte von den Neuzugängen, dass sie ihren Führungsanspruch bestätigen, indem sie den jüngeren Spielern etwas zeigen und sie führen“, hat der als Libero agierende Spielertrainer Martin Lütje genaue Vorstellungen von einem Schlüsselspieler.
Die langwierigen Verletzungen (Kreuzbandrisse, Meniskus- und Knorpelschäden am linken Knie) des ehemaligen Regionalligaspielers Jirka Heine sind inzwischen verheilt. „Ich freue mich, dass ich nach einer so langen Zeit wieder ins Fußballgeschäft einsteigen kann. Mein persönliches Ziel mit Preetz ist, gesund durch die Saison zu kommen. Das Mannschaftsziel ist der Aufstieg. Wir haben eine super Truppe, die das Potential hat“, so Heine, der zur Zeit eine Ausbildung bei einer Preetzer Versicherung macht.
In Sachen Taktik spielt der Preetzer TSV die altbewährte Liberoformation mit dem Trainer höchstpersönlich in der Abwehr: „Eine Viererabwehrkette macht nur bei Berufsfußballern Sinn, nicht bei uns im Amateursport.“ Ansonsten wird Lütje je nach Gegner einen oder zwei Stürmer aufstellen und mit einem kompakten Mittelfeld spielen lassen.
Veröffentlicht: NordSport, 28. Juli 2008