Detlef Berger: „Uns fehlt die Abgeklärtheit“
„Wir sind keine Übermannschaft aber auch keine Abstiegsmannschaft“, resümierte Plöns Trainer Detlef Berger den bisherigen Saisonverlauf. Das Ziel, Tabellenplatz sechs zu erreichen, sei weiterhin noch möglich. Mit sieben Niederlagen, zwei Unentschieden und fünf Siegen steht der Aufsteiger auf dem zehnten Rang. 17 Punkte aus 14 Spielen, die Ausbeute hätte noch besser sein können: „Gegen Kilia Kiel oder Lütjenburg waren wir zu nachlässig. Lütjenburg hatte im Hinspiel 3:1 geführt und wir schossen den Ausgleich. Doch durch die Unerfahrenheit unserer jungen Spieler und die Nachlässigkeit haben wir dann doch noch 3:6 verloren. Das muss nicht sein“, ärgerte sich Berger. Das Rechenexempel sehe so aus: „In Rotenhof und Waabs haben wir unnötig verloren, gegen Molfsee spielten wir nur unentschieden. Das sind acht Punkte, die wir liegen gelassen haben.“
Berger hofft auf die altbekannte Stärke der Plöner. In den vergangenen Jahren legte der Aufsteiger in der Rückrunde immer eine Schippe drauf. „In der letzten Saison haben wir in der Hinrunde drei Spiele verloren, in der Rückserie kein einziges“, hofft Berger darauf, dass die sieben Niederlagen aus der Hinrunde nicht übertroffen werden.
Neuzugänge und Abgänge hat Plön nicht zu melden. Sönke Knoll, der sich in der vergangenen Saison einen doppelten Bänderriss zugezogen hatte, steigt ab sofort wieder ins Training ein. Auch Plöns Topspieler Sebastian Lesch ist wieder genesen. „In der Hinrunde konnte er vier Spiele nicht mitmachen. Das ist bitter, weil wir solche Spieler nicht eins zu eins ersetzen können.“
„Wir wollen unsere Chancenverwertung, Taktik und Cleverness verbessern“, gibt Detlef Berger die Marschroute vor. In den zahlreichen Hallenturnieren hätte sich bereits gezeigt, dass das Potential vorhanden sei. Plön wurde Hallenkreismeister, stellte die Konkurrenten TSV Lütjenburg und Preetzer TSV in den Schatten. „In der Halle kann man nur taktisch gewinnen. Daran sehe ich, dass wir das können. Jetzt müssen wir das nur noch draußen umsetzen.“ Dabei machen die schlechten Witterungsbedingungen den Plönern einen Strich durch die Rechnung: „Im Moment können wir nur konditionell arbeiten und an Hallenturnieren teilnehmen. Ich hoffe, dass uns noch Zeit bleibt, taktisch einiges zu trainieren, um auch endlich unsere Heimschwäche in den Griff zu kriegen. Wir sind aber auf einem guten Weg“, blickt Berger optimistisch in die Zukunft.
Veröffentlicht: Nord Sport, 1. Februar 2010