Gehrke-Elf mit Erfolg in die Winterpause

„Ich freue mich riesig, dass wir das Spiel in der letzten Minute noch für uns entschieden haben“, blickte Husums Trainer Guido Gehrke mit einem Lächeln auf den glücklichen 3:2-Erfolg seiner Mannschaft zurück, „wir haben guten Fußball gespielt. Dieser Sieg ist wichtig für unsere Moral. Jetzt können wir mit Sicherheit besser in die Rückrunde starten.“ Zweimal ging Comet in Führung, doch die Husumer gaben die Hoffnung nicht auf und kippten das Spiel durch einen 18-Meterschuss von Erion Alla in der Schlussminute.

Der tiefe schwere Boden machte den Umgang mit dem Ball nicht gerade leicht. Es war zu Beginn der ersten Halbzeit eine ausgeglichene Partie mit wenigen Torraumszenen. Chancen durch Christoph Schulz aus 25 Metern (7.) und Oliver Blazevic aus 18 Metern (11.) für die Kieler blieben genauso ungenutzt wie ein Alla-Kopfball für die Husumer (10.). Erst nach 20 Minuten erspielte sich Comet die erste gute Möglichkeit, die auch zum 1:0 führte: Nach einem Eckball von Marco Rook, köpfte Chris Karstens den Ball aus elf Metern in den Giebel. Die Gäste drängten auf den Ausgleich und erspielten sich mehr Feldvorteile. Erion Alla versuchte es aus sieben Metern (37.), Ingo Cornils mit einer Volleyabnahme (42.) und Lukas Hertting mit dem Kopf (43.), doch alle Versuche scheiterten. Comet kam zu dieser Phase des Spiels nur selten vor das Gäste-Gehäuse und erspielte sich in Durchgang eins keine weiteren Chancen mehr.

Husum gab sich auch nach Wiederanpfiff nicht mit dem Rückstand zufrieden. Beide Mannschaften gönnten sich nichts. Comet schoss mehrmals hintereinander durch Steve Frank und Maciej Malkowski auf das Husum-Gehäuse ein, doch die Defensive rettete mit Abprallern auf der Torlinie (51.). Auf der anderen Seite schoss Sebastian Steglich aus elf Metern dem Torwart den Ball in die Arme (54.). Es war ein kampfbetontes Spiel zwischen den Strafräumen. In der 72. Minute war es dann soweit. Nach einem Torwartabpraller erzielte Gerrit Müller aus vier Metern den Ausgleichstreffer. Sechs Minute darauf schoss der eingewechselte Patrick Mierse auf der anderen Seite zum 2:1 ein. Keine 60 Sekunden später gab Husum durch ein Tor von Sebastian Steglich die Antwort. Husum merkte, dass noch alles offen war in den letzten Minuten des Spiels. Einen strammen Schuss von Christian Herpel aus 18 Metern klärte der eingewechselte Comet-Keeper Paasch mit einer Glanztat (89.). Mit dem Schlusspfiff schoss Erion Alla aus 18 Metern in den Winkel zum vielumjubelnden 2:3 (90+2).

„Es war ein glücklicher Sieg für Husum. Schade, dass wir unsere zwei Führungen nicht behaupten konnten. Das macht die Weihnachtsfeier nicht gerade schmackhaft“, so Comet-Trainer Ziesecke nach dem Spiel.

Veröffentlicht: NordSport, 17. Dezember 2007

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