Comet gleicht in letzter Sekunde aus
„Wir haben uns unsere Gegentore quasi selber geschossen“, ärgerte sich Heides Trainer Alfred Hußner über das 3:3-Unentschieden bei Comet Kiel. „Die erste viertel Stunde haben wir hervorragend gespielt. Nach unserer Führung sind wir aus dem Konzept gekommen und Comet nutzte das geschickt“, fasste Hußner das Spiel richtig zusammen. Mit dem Schlusspfiff schoss Kiels Christoph Schultz noch zum Ausgleich ein.
Die Gäste machten von Anfang an Druck und erspielten sich gleich in der ersten Minute eine gute Möglichkeit, doch einen Kopfball von Alex Hardock parierte Comets Torwart Molinas mit einer Glanztat. Heide war gut geordnet, gestaffelt, konzentriert und bissiger in den Zweikämpfen. Nach einem Freistoß von Marcell Voß, köpfte Timm Nehmer zum vielumjubelnden 1:0 für die Gäste ein (8.). Drei Minuten später findet eine Hass-Flanke keinen Abnehmer kurz vor der Torlinie. Von Kieler Seite kam bislang zu wenig. Robin Ziesecke hatte nach gut 20 Minuten erst die erste Chance der Gastgeber, doch sein 14-Meterschuss wurde abgewehrt. Kurz später schoss er einen Freistoß aus 22 Metern direkt an der Mauer vorbei, in Richtung Torwart-Ecke. Heides Torwart Dau wollte den Ball entschärfen, doch ohne Erfolg – 1:1 (26.). Comet ging fortan besser in die Zweikämpfe und erarbeitete sich mehr Feldvorteile. Chancen von Dennis Jaeger (32.) und Nedeljko Veselinovic (41.) änderten jedoch nichts am 1:1-Halbzeitstand.
In der zweiten Hälfte kam Heide wacher aus der Kabine und erspielte sich weitere Torchancen. Eine scharfe Hass-Hereingabe verpassten Alex Hardock und Costa Freise unmittelbar vorm Tor (50.). Eine Minute später köpfte Heides Marcell Voß nach einem Eckball zum 1:2 ein. Auf der anderen Seite versuchte es Veselinovic flach aus 15 Metern, doch Heides Keeper Dau hielt (52.). Das Spiel plätscherte vor sich hin und war ausgeglichen, bis zur 79. Minute, als Heides Ladendorf aus 20 Metern unhaltbar zum 1:3 einschoss. Nichtsdestotrotz ließen die Kieler die Köpfe nicht hängen, feuerten sich gegenseitig an und drängten auf das 2:3 – mit Erfolg: Nedeljko Veselinovic schoss den Ball, nach Vorarbeit von Michael Ziesecke, aus zwei Metern ins Netz. Comet setzte alles daran, noch den Ausgleich zu schießen. Sie mussten bis zur Schlussminute warten. Einen eigentlich geklärt geglaubten Ball, nahm Schultz aus sieben Metern aus der Drehung und verwandelte noch zum 3:3 (90+2). Bitter für die Heider, die schon das Kapitel „Comet“ mit einem Sieg abgeschlossen hatten.
Für Comet Kiel war dieser Punktgewinn sehr wichtig. „Nach zwei Niederlagen war dieses Unentschieden ganz wichtig für die Moral“, freute sich Comets Trainer Ziesecke über das 1:1.
Veröffentlicht: NordSport, 26. November 2007