Interview mit Thomas Bohrmann (FC Kilia Kiel)
Im Sommer 2006 kam Thomas Bohrmann vom Verbandsligaabsteiger TSV Plön zum FC Kilia Kiel. Er erspielte sich sofort einen Stammplatz zwischen den Pfosten. NordSport traf den 23-Jährigen zuhause in Lütjenburg und zog mit ihm Bilanz.
Sie sind zu Beginn dieser Saison zu Kilia gegangen. Fühlen Sie sich bei Kilia wohl?
Ich fühle mich bei Kilia sehr wohl. Die Mannschaft ist voll in Takt, das Umfeld ist OK. Es macht mir richtig Spaß, mit den Leuten zu arbeiten.
Wie sieht Ihr sportliches Resümee für Kilia zur Winterpause aus?
Wenn wir nicht so viele Punkte am Anfang der Hinrunde liegen gelassen hätten, könnten wir durchaus noch weiter oben in der Tabelle stehen. Das Potential in der Mannschaft ist vorhanden. Im Ganzen bin ich mit dem Verlauf zufrieden.
Ein Wort zu Ihrem Trainer Drews…
Er ist ein kompetenter und netter Mann. Manchmal ist er ein bisschen zu ehrgeizig.
Welchen Tabellenplatz belegt Kilia am Ende der Saison?
Kilia wird unter die ersten vier Plätze kommen. Um aufzusteigen, müssen jedoch viele Faktoren zusammen kommen. So muss unsere Konkurrenz auch mal einen Patzer haben, während wir uns keinen erlauben. Wenn wir in der Rückrunde mehr Punkte sammeln, als in der Hinrunde, sollte der Aufstieg möglich sein.
Wo sehen Sie Ihre Stärken und Schwächen?
Meine Stärke ist auf der Linie, dort bin ich sehr reaktionsschnell. Als Schwäche wird mir immer meine Größe angekreidet. Aber ich behaupte, ich mache das durch meine Sprungkraft wett. Generell sollen das aber andere beurteilen. Darüber rede ich nicht so gerne.
Sie sind sehr ehrgeizig. In welcher höherklassigen Liga möchten Sie noch spielen?
Der Traum eines jeden Fußballer ist es, in der ersten oder zweiten Liga zu spielen. Was für mich letztendlich noch geht, ist schwer zu sagen. Vielleicht spiele ich irgendwann in der Regionalliga. Momentan liegt aber kein Angebot vor.
Haben Sie denn einen Klub, für den Sie gerne mal spielen würden?
Jeder Klub, der höherklassig spielt, ist interessant. Holstein Kiel und der VfB Lübeck wären natürlich interessant, weil die hier in der Nähe beheimatet sind.
Im Januar startet das Hallenmaster, Kilia ist dabei. Was bedeutet es für Sie, in der Ostseehalle vor einigen tausend Zuschauern zu spielen?
Ich freue mich riesig auf das Turnier. Es ist eine große Ehre und Herausforderung dort zu spielen.
Welchen Platz belegt Kilia bei den Hallenmasters?
Wenn wir einen guten Tag erwischen, kommen wir unter die ersten vier.
Veröffentlicht: NordSport, 18. Dezember 2006