Holstein mit furioser Anfangsphase

Herbe Klatsche für den Eckernförder SV. Die zweite Mannschaft von Holstein Kiel gewann klar mit 6:0 (4:0) gegen das Team von ESV-Trainer Henning Seemann. Holsteins Trainer Torsten Fröhling war dementsprechend sehr zufrieden mit der Leistung seiner Elf: "Ich freue mich, dass wir gewonnen haben. Allerdings ist es gegen solche Gegner auch schwer, bis zum Schluss konzentriert zu sein. Nach dem 2:0 hatten wir eine Phase, in der unsere Ordnung nicht stimmte."

Holstein fackelte nicht lange, sondern begann von Anfang an aggressiv, schnell und ideenreich zu spielen. Eckernförde hatte nur wenig entgegenzusetzen. Bereits nach vier Minuten erzielten die Gastgeber schon das erste Tor. Nach einer Hereingabe von Patrick Nagel köpfte Björn Kastner das Leder unbedrängt aus sieben Metern ein. Die Tore fielen im Vier-Minuten-Takt. Ein schöner Pass in den Lauf erreichte Tim Siedschlag, der nur noch Gäste-Keeper Tischmann ausspielte und zum 2:0 einschob (8.). Den dritten Streich vollendete Thorsten Rohwer nach einem Henke-Eckball zum 3:0 (12.). Holstein dominierte das Spiel, von Eckernförde war bis auf eine Möglichkeit durch Daniel Kranz mit dem Kopf (20.) im ersten Durchgang nichts zu sehen. Immer waren die Gäste einen Schritt zu spät. Frustfouls waren die Folge. Doch als Henning Ströh Kiels Florian Ziehmer im Strafraum zu Fall brachte, entschied Schiedsrichter Nesch auf Strafstoß. Timo Bruns schoss Tischmann an, der abprallen ließ. Im Nachschuss verwertete Matthias Hummel zum 4:0 (32.). Neun Minuten später fiel Siedschlag im gegnerischen Strafraum. Den fälligen Elfmeter verschoss Bruns erneut.

Kurz vor der Pause kassierte Holsteins Torwart Tobias Dittmann noch die Rote Karte wegen groben Foulspiels (44.). Fröhling merkte an: "Das war zwar blöd, aber dadurch mussten wir den Rest der Zeit mehr tun. Geschadet hat es uns nicht", freute sich Holsteins Trainer darüber, dass seine Mannschaft zu zehnt immer noch das Zepter in der Hand behielt.

Und so war Holstein trotz Unterzahl in der zweiten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft mit sehenswerten Kombinationen. Tim Siedschlag aus 16 Metern (56.), Hauke Brückner mit einem Distanzschuss (62.) und erneut Tim Siedschlag aus 20 Metern (85.) hatten gute Chancen. Die Gäste hatten etwas mehr vom Spiel, nutzten die Überzahl aber in keinster Weise aus. Bis auf einen Lattenkracher vom eingewechselten Sebastian Rettich hatte das Seemann-Team keine weitere Einschussmöglichkeit. Die Gastgeber erhöhten durch Björn Kastner (64.) und Tim Siedschlag (86.) noch zum völlig verdienten 6:0-Endstand.

Veröffentlicht: Nord Sport, 14. September 2009

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