Projekt „MEN“ deckt Zukunftsperspektiven auf

Die Sonne spendet Leben – eines der zentralen Botschaften möchte die Ausstellung „StromStärken – Energie für das 21. Jahrhundert“ übermitteln. Noch bis November diesen Jahres können Besucher das Projekt betrachten. Derzeit stellt die Firma Siemens die Ausstellung aus, ab nächstem Jahr soll in der Auffahrtscheune das Projekt „M-E-N“ in die Tat umgesetzt werden. Henrik Heitmann traf sich mit M-E-N-Geschäftsführer Stefan Leyk bei einem Rundblick durch die Auffahrtscheune in Nienthal. Was steckt hinter „Menschen Energie Natur“?
Das Konzept
Geplant sind mehrere Geschosse, in denen jeweils unterschiedliche Themenbereiche vorzufinden sind. „Im ersten Obergeschoss gibt es das Thema ‚Energiekreisläufe in der Natur‘, dann folgt ‚Energie und Menschen‘ mit den Ressourcenverbräuchen, dem daraus entstehenden CO2-Anstieg und letztlich die Klima-Problematik. Als letztes folgen die ‚erneuerbaren Energien‘“, schildert Leyk. Die Stationen (s. Bilder) sollen vom Urknall bis in die Gegenwart reichen. Als besonderes Highlight verspricht Leyk ein begehbares Blatt. „Dort können die Besucher hautnah sehen, wo zum Beispiel die Fotosynthese abläuft.“
Mit gehangen – mitgefangen
Das Akteuren-Netzwerk stellt sich aus dem wissenschaftlichen Beirat, dem Projektbeirat, den Kooperationspartnern, dem Zukunftsnetzwerk und der „M-E-N“-gGmbH aus Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat und Geschäftsführung zusammen. Mehrheitsgesellschafterin ist die Stadt Lütjenburg. Zu den weiteren Gesellschaftern gehören Wankendorfer Baugenossenschaft für Schleswig-Holstein eG, Unternehmer Richard Anders, Förde Sparkasse, Raiffeisenbank im Kreis Plön eG, Hessische Hausstiftung, Hans-Werner Blöcker, Hohwachter Bucht Touristik GmbH und die Gemeinden Hohwacht, Hohenfelde, Panker und Giekau.
Die Politiker als „Supporter“
Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen und Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel unterstützen das Projekt „Menschen Energie Natur“. Carstensen freut sich, dass gerade im Zeitalter des Klimawandels die Besucher zum Nachdenken angeregt werden: „Spielerisch und unterhaltsam will das M-E-N-Projekt globale Kreisläufe ebenso wie innovative Produkte und Verfahren für mehr Energie- und Ressourceneffizienz präsentieren.“ Und auch Jörn Biel ist sich der Problematik bewusst: „Dafür gibt es keinen Masterplan, doch kann jeder einzelne einen Beitrag zur Lösung leisten. Das setzt jedoch voraus, dass man über das vielschichtige Thema Energie - und zwar von der Erzeugung bis zum Verbrauch - hinreichend gut informiert ist.“
Zukunftsmusik
Ab April 2010 soll – wenn die finanziellen Unterstützungen gewährleistet sind – die Bauarbeiten in der Nienthaler Auffahrtscheune beginnen. „Das Gebäude wird entkernt und zum Teil renoviert. Zudem wird der Eingangsbereich erneuert. Sicherheitsmaßnahmen, wie Brandschutzgefahr erfordern einen Umbau“, blickt Geschäftsführer Stefan Leyk in die Zukunft. Der Lernprozess stehe im Vordergrund. „Primär werden Familien mit Kindern, Schulkassen und sogenannte Best-Ager angesprochen“, schätzt Leyk die Besucher von jung bis alt ein. Denn letztlich soll die Botschaft für alle sein: „Die Sonne spendet Leben“ – „Die Natur braucht unseren Schutz“…

Veröffentlicht: Lütjenburger Rundblick, 30. September 2009

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