Heikendorf feiert glücklichen Heimsieg
Im Duell der Kieler Vorstadtklubs gewann der Heikendorfer SV glücklich gegen den TSV Altenholz mit 1:0 (0:0). Gäste-Trainer Harry Witt musste kurzfristig auf fünf Stammspieler verzichten. Nadeem Hussain (Meniskusriss), Raphael Klatt (Urlaub), Bastian Brandenburg (Prüfung), Helge Stahl (krank) und Oliver Schwind (Zerrung) mussten passen. „Es ist schade, dass die Spieler nicht spielen können“, bedauerte Witt die Ausfälle. Dennoch zeigte sich über weite Strecken des Spiels eine gute Altenholzer Mannschaft, bei der man auf den ersten Blick nicht bemerkte, dass die Leistungsträger fehlten.
Die erste Halbzeit war ausgeglichen, Altenholz war jedoch klarer beim Spielaufbau und erspielte sich die erste Chance durch Leif Jensen, der sich durch zwei Gegenspieler durchtanzte und aus elf Metern aufs Tor schoss (11.). Auch sein Bruder Lasse schoss aus 16 Metern freistehend vorbei (23.). Es war eine an Höhepunkten arme Partie. Bei Heikendorf passte die Ordnung nicht. Die erste nennenswerte Chance der Gastgeber kam erst nach 35 Minuten, als Torwart Thomas Bohrmann einen weiten Abschlag machte, Dominic Kahl den Ball annahm und auf seinen Kollegen Philipp Wölk querpasste, der TSVA-Keeper Rohleder zur Glanzparade zwang. Ansonsten hatte Altenholz noch Einschussmöglichkeiten durch Timo Kramer (32.) aus elf Metern, Philipp Kessler aus 24 Metern (38., abgefälscht) und Lasse Jensen aus 30 Metern (43., rechts vorbei).
Nach der Halbzeit verlief die Partie ähnlich ermüdend wie im ersten Durchgang. Unsicherheiten, Passungenauigkeit, kein Biss in den Zweikämpfen, keine Kombinationen prägten das Spiel und die Absprache ließ auch zu wünschen übrig. Heikendorf hatte wenig Ideen, kam zunächst nur durch Philipp Wölk vors Gästetor, doch aus 13 Metern kommt er nicht zum Abschluss (50.). Altenholz hatte im Gegenzug eine Möglichkeit durch Timo Kramer, doch sein Schuss war zu lasch (51.). Sieben Minuten später prüfte Lasse Jensen aus 22 Metern HSV-Torwart Bohrmann. Nach der Einwechslung von Guido Braasch kam frischer Wind in die Partie. Er traf vier Minuten später aus 16 Metern das Außennetz (67.). Die Gastgeber fingen allmählich an, Altenholz durch Torchancen unter Druck zu setzen. Dominic Kahl aus elf Metern stand allein vor Rohleder (74.), eine Linksflanke von Wölk fand keinen Abnehmer (78.), Manuel Schwenn scheiterte aus 16 Metern (80.) und Florian Paesler schoss aus fünf Metern daneben (86.). Drei Minuten vor Spielende schoss Manuel Schwenn, nach einer Flanke von Philipp Wölk, zum glücklichen 1:0 in die Maschen von Altenholz.
„Heute hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen. Heikendorf hat auf eigenem Platz nur auf Konter gespielt“, war Altenholz’ Trainer Harry Witt traurig nach der unglücklichen 0:1-Pleite.
Veröffentlicht: NordSport, 1. September 2008