Heikendorf macht Eider das Leben schwer

"Es war ein typisches 0:0-Spiel", stellte HSV-Trainer Mikica Mladenovic fest - folgerichtig trennten sich der Heikendorfer SV und Eider Büdelsdorf torlos. "Ich hätte gerne drei Punkte mitgenommen. Uns war aber schon vorher klar, dass wir hier wenige Torchancen bekommen. Da muss man seine wenigen nutzen. Wenn man das nicht tut, darf man hier nicht viel erwarten", erklärte Eider-Trainer Olaf Lehmann. Gänzlich unzufrieden mit der Leistung seiner Elf war der Trainer des Tabellendritten jedoch nicht. "Es ist schwer, gegen Heikendorf zu spielen, weil sie immer lange Bälle nach vorne schlagen und dann gut verteidigen."

Mladenovic wäre auch gerne mit einem Sieg in die Winterpause gegangen, war aber auch mit dem Remis nicht unglücklich. "Auf dem schweren Boden war es unangenehm zu spielen. Das Spiel war kein Leckerbissen für die Zuschauer. Dennoch haben wir gut dagegengehalten. Das Unentschieden geht völlig in Ordnung."

Es war eine an Torchancen arme Partie. Beide Mannschaften waren nicht in der Lage, sich zwingende Möglichkeiten herauszuspielen. Es entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen. Büdelsdorf kombinierte schnell und passsicher. Nach gut einer Viertelstunde kam Heikendorf besser ins Spiel, doch Einschussmöglichkeiten ergaben sich nicht. Die erste Chance des Spiels hatten die Büdelsdorfer. Micha Alexander spielte auf seinen Kollegen Hendrik Ostermann, der aber knapp das Tor verfehlte (16.). Danach war erst mal Ruhe in den Strafräumen. Es spielte sich einige Zeit lang alles im Mittelfeld ab. Nach einem Tohuwabohu vor dem Gäste-Strafraum ging ein Schuss knapp am Tor vorbei (32.), ehe Patrick Wemmer aus fünf Metern verfehlte (36.). Für die Gäste probierte es Rouven Abel aus 20 Metern (41.). Die Defensivarbeit beider Teams konnte sich sehen lassen. Die jeweiligen Angriffsbemühungen wurden stets unterbunden und im Keim erstickt.

Die zweite Halbzeit fing so an, wie die erste aufhörte. Kaum Torchancen und nur wenig sehenswerten Fußball boten die beiden Mannschaften. Büdelsdorf zeigte sich mit der Zeit durchschlagskräftiger und gewann mehr Zweikämpfe. Dennoch schlug das Lehmann-Team daraus kein Kapital. Micha Alexander hatte aus fünf Metern eine gute Chance (48.), doch HSV-Keeper Thomas Bohrmann hielt glänzend. Korkmaz traf den Ball nicht richtig (61.) und Dennis Usadel hatte auch noch Pech mit einem Pfostentreffer (67.). Auf der anderen Seite hatten allerdings Stefan Lapatzki mit einem Kopfball (56., Außennetz) und Dominic Kahl mit einem Drehschuss (80.) ebenfalls gute Möglichkeiten. Am Ende wurde das Spiel noch etwas hektisch, beide Teams wollten unbedingt einen Sieg, mussten am Ende aber mit der leistungsgerechten Punkteteilung zufrieden sein.

Veröffentlicht: Nord Sport, 14. Dezember 2009

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