Album „Aura“ entstand auf der Autobahn
Emotionsgeladen, hingebungsvoll und melancholisch kultiviert Yvonne Catterfeld ihren verträumten Stil auf ihrem neuen Album namens „Aura“. Sicherlich hat sie damit einen weiteren Meilenstein in ihrer Karriere vorgelegt. Catterfeld scheint der Gefahr, dass ihre blitzblanke „Aura“ einschläfernd wirken könnte, bewusst und legt in ihrem neuen Video sogar einen kleinen Striptease hin. “Aura” ist das vierte Album von Yvonne Catterfeld, aber eigentlich ist es ein Debütalbum. Die Lieder gehören jetzt schon zu den schönsten Balladen, die in diesem Jahr auf einem Popalbum veröffentlicht werden. Blues, Gospel, Soul, Jazz, groovige Balladen im 6/8 Takt, HipHop Grooves vereinen sich auf dem Album: ”Es ist alles drin, worauf ich total stehe”, freut sich Yvonne.
Der Name ihres Albums dürfte hingegen bei der Interpretation der Hörer unterschiedlich ausfallen sein. „Aura“ ist die lateinische Abkürzung des Wortes „Morgenröte“. Es beschreibt die seelischen Zustände eines Menschen und die verschiedenen Schichten seiner Individualität, denn jeder Mensch hat eine andere Aura, die hell strahlt. “Sie ist alles, was du gerade empfindest, wer du bist, wer du warst. Es geht nicht nur um Wut, Zorn, Zweifel, es geht auch um andere Gefühle wie Liebe, Zuversicht, um Vertrauen, vor allem um Vertrauen ohne Beweise”, so Catterfeld.
Dieses Mal schrieb Yvonne, was sie sang. Und sie komponierte, was klang. Mit den besten Textdichtern und Komponisten Deutschlands schrieb sie sich die Finger wund und suchte nach den besten Songs und Kollaborateuren. Sie verbrachte viel und intensive Zeit mit anderen Künstlern, probierte sich selber aus, überschritt eigene Grenzen, zweifelte, machte weiter, wuchs über sich hinaus. Dabei entstanden die Texte nicht nur auf der Couch im Studio, sondern auch in einem Haus am See und im Auto auf der Autobahn. Sie fand die Musikerin in sich selbst und wird natürlich, so wörtlich, ihre Aura „nicht aus der Hand geben“. Denn dies ist die Botschaft des ganzen Albums: „Selbst entscheiden, auf den Bauch hören, voran schreiten, Mut haben, um den Schritt in die Zukunft zu gehen, ohne sich umzudrehen.”
Veröffentlicht: mein Norden, 23. Oktober 2006