Platz 3: TSV Lütjenburg bislang im Soll
Der TSV Lütjenburg weist eine überraschende Bilanz der bisherigen Saison auf. Nur eine Niederlage, fünf Unentschieden und erstaunliche acht Siege verbuchte die Elf von Trainer Danilo Blank in der Hinrunde und steht somit auf dem dritten Tabellenplatz mit nur fünf Punkten Abstand zum Tabellenführer. Eine Ausbeute, die für den TSVL äußerst zufriedenstellend ist. „29 Punkte aus 14 Spielen sind mehr als erwartet“, resümierte Ligaobmann Rolf Scheff die Hinserie. Nur Absteiger FC Kilia Kiel und der Titelfavorit TSV Bordesholm stehen vor Lütjenburg.
„Nichtsdestotrotz sind uns die 22 Gegentore zu viel“, kritisierte Scheff. Mit dem Weggang von Routinier Zbigniew Ilski fehlte zeitweise ein wichtiger Teil des spielerischen Potentials. Froh ist Scheff, dass Youngster Jasper Stabenow Ilski im Mittelfeld gut ersetzt: „Er zeigte seine ganze Klasse“, ist der Ligaobmann begeistert von dem Mittelfeldakteur, der erst seit dieser Saison die Fußballschuhe für die Blank-Truppe schnürt. Darüber hinaus ist Scheff mit Kai Helms äußerst zufrieden, der Güner Kopuk (wechselte im Sommer zu Comet Kiel) ersetzt. „Er macht seine Arbeit sehr gut. Im Defensivbereich gibt er uns guten Halt und strahlt mit seiner Erfahrung viel Ruhe aus.“
Der gute mannschaftliche Charakter sowie das Menschliche jedes Einzelnen seien die Gründe für die sehenswerte Leistung der Lütjenburger. „Wir sind zufrieden und freuen uns, dass das Team intakt ist.“ Die selbsternannten Schwächen liegen in der Breite des Kaders. Nur 18 Spieler standen Danilo Blank wöchentlich zur Verfügung, von denen oft Spieler beruflich bedingt fehlten. Doch in der Winterpause wird sich nichts ändern. „Erst zur neuen Saison planen wir weitere Neuzugänge.“ Abgänge gibt es bislang auch noch nicht.
Die Vertragsverlängerung von Trainer Danilo Blank stand in der Winterpause im Vordergrund. Der ehemalige Holstein Kiel-Spieler verlängerte beim TSV für ein weiteres Jahr.
In Zukunft möchte Lütjenburg weiterhin um den Aufstieg mitspielen. „Wir müssen nicht verkrampft aufsteigen, wir lassen alles auf uns zukommen“, blickt Scheff bescheiden nach vorne. Vielleicht aber weist Lütjenburg am Ende der Saison eine ähnlich überraschende Bilanz auf…
Veröffentlicht: Nord Sport, 11. Januar 2010