Man sieht sich immer zwei Mal im Fußballleben
Die U15 der KSV Holstein ist in der Regionalliga Nord im Moment auf einem sehr guten Weg. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden liegt die Mannschaft von den neuen Trainern Ingo Goetze und Michael Busse auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem Bundesliganachwuchs des Hamburger SV. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Das neue Trainergespann Ingo Goetze und Michael Busse arbeitete bereits schon mal erfolgreich zusammen. Aber der Reihe nach:
Wie alles begann…
In der Saison 2003/2004 starteten Goetze und Busse beim SpVg Eidertal Molfsee als C-Jugendtrainer ihre Zusammenarbeit. „Die Zeit in Molfsee war klasse. Wir haben uns gut verstanden und auch abseits des Platzes viel zusammen gemacht“, berichtet Goetze. Auch Busse denkt gerne an die Zeit in Molfee zurück: „Wir haben uns kennen und schätzen gelernt und wissen, was wir aneinander haben.“ Im zweiten gemeinsamen Jahr sind sie mit Molfsee als Tabellenerster in die Verbandsliga aufgestiegen. Ein Jahr später wurden sie Bezirkspokalsieger. Bis 2006 trainierten beide die C-Junioren, danach trennten sich die Laufbahnen.
Wohin des Weges?
Ingo Goetze bekam die Möglichkeit, ein Praktikum im Nachwuchsleistungszentrum vom Bundesligisten SV Werder Bremen zu machen. „In dieser Zeit habe ich viele Wettkampf-Erfahrungen sammeln können. Ich habe gelernt, wie man mit den Jungs umgehen muss.“ Danach öffnete sich für Goetze die Tür bei der KSV Holstein als Co-Trainer der B-Junioren, wo er an der Seite von Arne Witt dieses Jahr den Klassenerhalt in der Bundesliga Nord schaffte. Während Goetze in Bremen sein Handwerk trieb, blieb Busse dem SpVg Eidertal Molfsee als C-Jugendtrainer weiterhin treu. In der letzten Saison trainierte er die B-Jugend vom FC Kilia Kiel. Goetze und Busse machten zusammen die B-Trainerlizenz und die Freundschaft blieb durch ständigen Kontakt bestehen.
Man sieht sich immer zwei Mal im Fußballleben…
Goetze war bereits bei Holstein Kiel unter Vertrag und hat die verantwortungsvolle Aufgabe als C-Jugendtrainer angenommen. Für ihn war es klar, Michael Busse mit ins „Jungstörchen“-Nest zu holen. „Ich weiß bei Michael einfach, dass ich mich auf ihn verlassen kann und wir in vielen Dingen ähnliche Ansichten haben. Wir sprechen viel miteinander, so dass sich ein sehr vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut hat. Außerdem vertritt Michael fußballerisch ähnliche Ansichten wie ich.“
Das Erfolgsrezept
„Wir haben eine erschreckend gleiche Auffassung von Jugendarbeit und der Trainingsgestaltung und die gleiche Art ‚Fußball zu denken’“, sieht Michael Busse das Geheimnis im Erfolg. Hinzu kommt die „Ruhe und das Verständnis“ (Goetze), mit den Jungs zu arbeiten.
Die Zukunft
„Tabellarisch möchte ich nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, setzt Goetze das Ziel für die U15 in dieser Saison, „fußballerisch sollen sich die Jungs weiterentwickeln. Gleiches gilt auch für ihre Persönlichkeit. Auch ich möchte mich weiterentwickeln und meine Erfahrungen mit der Liga und dem Leistungsniveau machen.“ Was die Zusammenarbeit Goetze/Busse in der Zukunft betrifft, so würden sich beide freuen, wenn sie noch lange zusammenarbeiten können. „An mir soll es nicht scheitern“, witzelt Busse.
Fußballbetonte Schule
Abseits der U15 betreut Ingo Goetze zusammen mit Ligaspieler Florian Meyer das Projekt „Fußballbetonte Schule“. Holstein Kiel und das Bildungszentrum Mettenhof haben vor langer Zeit das Projekt ins Leben gerufen. Nach der Schulzeit (dienstags und donnerstags) bieten Goetze und Meyer talentierten Kindern an, zusätzlich zu trainieren.
Veröffentlicht: Holstein Magazin, 5. Oktober 2008