OSV verliert Nachholspiel gegen Kilia
Zum Restrunden-Auftakt verlor der Oldenburger SV sein Nachholspiel gegen den FC Kilia Kiel mit 0:1. Die Oldenburger konnten von Glück sagen, dass die Kieler wieder einmal nicht ihre Chancen konsequent nutzten, denn dann hätte das Ergebnis zweistellig werden können. „Der Sieg für Kilia ist verdient“, waren sich OSV-Trainer Rainer Gosch und Kilia-Trainer Frank Drews nach dem Spiel einig.
Erst am späten Vormittag hatte sich die Platzkommission entschlossen, das Spiel stattfinden zu lassen. Bei null Grad und eisigem Wind legte Kilia Kiel auf dem schwer bespielbaren Platz richtig los. Doch Peter Michalski scheiterte völlig freistehend aus elf Metern an OSV-Torwart Florian Reese (5.), zwei Minuten später verpasste Robin Zieseckes Schuss aus 13 Metern ebenso das Oldenburger Tor wie Meiers Kopfball aus fünf Metern (13.). Kurz darauf fast Kilias Führung, als sich Mario Witt auf der linken Seite durchsetzte und seine verunglückte Flanke auf der Latte landete (23.). Der Druck der Kieler nahm weiter zu, doch zunächst ohne zählbaren Erfolg. Einen Michalski-Schuss nach einem Getümmel im Strafraum auf der Torlinie wehrte die OSV- Abwehr ab (25.), wenig später bekamen Robin Ziesecke und Manuel Meier nacheinander den Ball aus vier Metern nicht im gegnerischen Tor unter (33.). Die Angriffsbemühungen wurden letztlich doch belohnt, als Manuel Meier einen Freistoß von Robin Ziesecke aus fünf Metern unhaltbar zum 1:0 für Kilia einköpfte (39.).
Die Gosch-Mannen kämpften aufopferungsvoll gegen die überlegene Drews-Truppe. Minutenlang kam der OSV nicht aus der eigenen Hälfte heraus, Entlastungsangriffe waren selten und zumeist harmlos. Hätte jedoch der Rechtsschuss aus 20 Metern von Felix Wenn nicht nur das Lattenkreuz getroffen, wäre der Spielverlauf schon in der ersten Halbzeit durch ein Zufallsprodukt auf den Kopf gestellt worden (27.).
Auch in der zweiten Halbzeit sahen die fröstelnden Zuschauer eine einseitige Partie, in der sich das Drews-Team weiter bemühte und den Druck weiter erhöhte. Die Kieler Peter Michalski (49.) und Robin Ziesecke (53.) brachten aber das Kunststück fertig, aus jeweils fünf Metern das Tor nicht zu treffen. Auch ein strammer Freistoß von Stefan Schmitz ging über das Tor (57.). Dennoch hätte Oldenburg in der Phase um ein Haar den Ausgleich erzielt, als Felix Wenn eine Rechtsflanke von Sascha Rönnpage nur an die Unterkante der Latte köpfte (51.).
Wer nach der Gelb-Roten Karte von Matthias Rönnpage in der 59. Minute gedacht hätte, dass der OSV gänzlich zusammenbricht, sah sich getäuscht. Zwar blieb Kilia überlegen und hatte durch Mario Witt (aus drei Metern an den Pfosten, 69.) und Manuel Meier (aus drei Metern direkt auf den Torwart, 72.) noch Riesenchancen, jedoch spielten die Gastgeber mit zehn Mann plötzlich besser als vorher. Die Schüsse von Alexander Kortz (81.) und dem eingewechselten Patrick Gütschow (84.) blieben jedoch erfolglos.
Trotz des verdienten Sieges seiner Mannschaft war Kilia-Trainer Frank Drews nach dem Spiel nicht ganz zufrieden: „Mit Fußball hatte das hier nichts zu tun. Das war ein Acker, das bringt keinen Spaß.“ Oldenburgs Trainer Rainer Gosch zeigte sich trotz der Niederlage zuversichtlich: „Aufgrund der heute gezeigten Leistung, unseres Einsatzes und unserer Kampfkraft müssten wir eigentlich noch aus dem Tabellenkeller der Verbandsliga herauskommen.“
Veröffentlicht: NordSport, 12. Februar 2007