VfR Horst gewinnt bei Comet in Überzahl

„Ich bin überglücklich, dass wir heute drei Punkte gewonnen haben“, freute sich VfR Horst-Trainer Uwe Clasen nach dem 3:1-Erfolg seiner Mannschaft gegen den SC Comet aus Kiel. „Wir haben verdient gewonnen. In der ersten Hälfte haben wir hart gearbeitet, nach der Pause waren die Spielanteile mehr bei Comet, dennoch haben wir gewonnen“, resümierte Clasen das Spiel. Comets Trainer Arne Witt war nach der Partie enttäuscht: „Wir hatten gegen Horst drei Punkte eingeplant. Der Druck hat heute die Beine gelähmt. Schade.“

In der ersten Hälfte hat Comet „verschlafen“ (Witt). Die Gastgeber waren zu keinem Zeitpunkt präsent. So unterlief Steve Frank ein folgenschwerer Fehler. Er ging nicht richtig in den Zweikampf gegen Timm Jeske, der die Chance aus 18 Metern zum Führungstor für die Gäste nutzte (16.). Comet versuchte immer wieder, das Spiel nach vorne zu wagen, doch die gut gestaffelte Horster Abwehr ließ nichts anbrennen. Nach einem Foul an Shahhosseini im Gäste-Strafraum, pfiff Schiedsrichter Hatesaul (Jübek) Elfmeter, den Hungerecker zum Ausgleich verwertete (30.). „Das war die einzige Tormöglichkeit für uns im ersten Durchgang“, so Witt. Zu viele Ballverluste prägten das Kieler Spiel, sodass Offensivaktionen ebenfalls Mangelware blieben.

In der zweiten Halbzeit hatte Comet optisch mehr Spielanteile, mit denen sie aber nichts anfangen konnten. Das Spiel nach vorne klappte besser, doch die letzte Durchschlagskraft fehlte immer noch. So kamen die Gastgeber nur ein Mal durch Lüders nennenswert vor das Gäste-Gehäuse (85.). Horst machte das Spiel und erzielte durch Patrick Ziller (74.) das 1:2. „Zwischen der 70. und 80. Minute kamen unsere Gegner im Dreiminutentakt vor unser Tor. Das war brandgefährlich. Die hätten uns locker höher schlagen können“, blickte Arne Witt zurück und betonte gleichzeitig Comets Keeper Jakusch, der in dieser Situation schlimmeres verhinderte. In der 84. Minute musste Hungerecker wegen Beleidigung an einen Gegenspieler mit der Roten Karte den Platz verlassen. Horst nutzte die Überzahl geschickt aus und schoss in der Schlussminute durch den eingewechselten Dennis Friedrich den 1:3-Endstand.

„Leider konnten wir nicht an das Spiel in Heide (2:1) anknüpfen. Heute hat sich eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz gezeigt, worüber intern auch noch zu reden ist. Die Niederlage war verdient. Wir haben es heute einfach nicht geschafft, die Horster Defensive unter Druck zu setzen“, resümierte Arne Witt die Partie.

Veröffentlicht: Nord Sport, 22. September 2008

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