Holstein feiert Zweitliga-Klassenerhalt
Holstein Kiel spielt auch im kommenden Jahr in der 2. Frauen-Bundesliga Nord. Nach dem 0:0 im Hinspiel setzten sich die Kielerinnen am Sonntag im Relegationsrückspiel der beiden Zweitliga-Drittletzten mit 1:0 gegen Wacker München durch. "Ich bin überglücklich", freute sich Trainer Guido Gehrke. "Der Sieg war verdient. Wir hatten insgesamt die bessere Spielanlage."
Das zeigte sich vor allem im ersten Abschnitt, als die Gastgeberinnen aus einer gefestigten Defensive immer wieder gut in die Spitze spielten. Holstein hatte so deutlich mehr vom Spiel, agierte nach vorn variabel. Nur beim letzten Pass fehlte der Gehrke-Elf die letzte Genauigkeit, einige gute Flanken verpufften so. Zudem fanden sich die Angreiferinnen zu oft im Abseits wieder. Dennoch gelang das so wichtige 1:0 recht frühzeitig. Als sich Stephanie Gülden zoph auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, bediente sie mit gutem Auge die mitgelaufene Kati Krohn, die ohne Mühe zur Führung vollendete. Nach dem Rückstand mussten die Gäste dann mehr für das Spiel tun. Ein Unentschieden hätte ihnen beim angewandten Europapokal-Modus gereicht. Doch bis zum Seitenwechsel schafften es die Münchenerinnen gar nicht, das Kieler Tor in Gefahr zu bringen. "Die erste Hälfte ist so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben", erklärte Güldenzoph.
Im zweiten Abschnitt geriet Holstein dann mehr und mehr unter Druck. Nur noch bei einem Konter durch Güldenzoph (65.) hatten die Gastgeberinnen so etwas wie eine Torchance. Ansonsten nahm Wackers Druck zu. Doch Holsteins gut gestaffelte Defensive ließ kaum nennenswerte Chancen zu. Annika Fröhlich scheiterte an Torhüterin Victoria Bendt (52.), Rebecca Hoyleur verzog mit einem Volleyschuss nur knapp (86.). Am Ende, als Wacker sogar die Torfrau mitstürmen ließ, brannte es zwar noch lichterloh im Kieler Strafraum. Doch eine echte Chance ergab sich nicht mehr - und auch die Kielerinnen spielten die Konterchancen nicht mehr konsequent aus. "Wir sind ein bisschen ins Schwimmen geraten", beschrieb Güldenzoph, die möglicherweise ihr letztes Spiel ("Das wäre ein Superabschluss") bestritt. "Die kämpferische Leistung hat aber gestimmt." Das betonte auch Torschützin Kati Krohn. "Wir haben verdient das Tor gemacht. Dann haben wir mit dem Druck gerechnet. Es war ein echtes Kampfspiel. Am Ende sind wir verdient drin geblieben." (hhe/cje)
Veröffentlicht: Nord Sport, 31. Mai 2010