Heikendorf gewinnt glücklich gegen Itzehoe
„Wir haben heute Moral bewiesen und glücklich drei Punkte gewonnen“, freute sich Heikendorfs Trainer Mikica Mladenovic nach dem 2:1-Erfolg seiner Mannschaft gegen den Itzehoer SV. Der HSV hat nun mit zwölf Punkten Anschluss an die Spitzengruppe der Tabelle. Die erste Halbzeit dominierten die Heikendorfer das Spiel (Mladenovic: „Da hätten wir mehr Tore schießen müssen.“), während nach der Pause die Gäste das Zepter in die Hand nahmen und durch Gueridonn (56.) in Führung gingen. Innerhalb der letzten sieben Minuten drehten die Gastgeber das Spiel zum 2:1-Endstand.
Es war von Anfang an Not gegen Elend. Beide Mannschaften zeigten keine guten Aktionen, sondern überließen vieles dem Zufall. Heikendorf hatte das Heft in der Hand, konnte damit aber nichts anfangen. Itzehoe wusste sich häufig nur mit Fouls zu helfen und kam in Durchgang eins nur ein Mal vor das gegnerische Tor, doch Thorben Reibe schoss aus 15 Metern übers Tor (8.). Der HSV hatte mehr Möglichkeiten, die jedoch auch unverwertet blieben. Daniel Witt schoss, nach Pass von Manuel Schwenn, aus neun Metern knapp links vorbei (5.), Dominic Kahl köpfte, nach einer Hereingabe von Manuel Schwenn, übers Tor (9.) und Daniel Witt scheiterte nochmals (10.). Itzehoe hatte offensiv nichts zu melden, die Gäste versuchten es häufig mit Kontern, die aber schnell abgefangen wurden. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatte Heikendorf durch Dominic Kahl noch zwei Tormöglichkeiten, doch sein Schuss aus 20 Metern (35.) und ein Kopfball (39.) gingen daneben.
Nach der Halbzeitansprache kam Itzehoe entschlossen aus der Kabine, sie übernahmen fortan das Zepter und gingen in der 56. Minute in Führung: Einen Freistoß aus 16 Metern schoss William Gueridonn durch die Abwehrmauer rechts ins Tor. Es war die verdiente Führung, denn Itzehoe war in Hälfte zwei in allen Belangen besser als die Heikendorfer. Den Gastgebern fehlte es an Ordnung, sie agierten zu hektisch und ideenlos, von Passgenauigkeit ganz zu schweigen. Björn Zabojnik spielte vier HSV-Abwehrspieler aus und kam ungestört aus 10 Metern zum Abschluss (64.). Sechs Minuten später musste William Gueridonn an der Seitenlinie behandelt werden, weil er im Zweikampf einen Ellenbogencheck abbekam und ihm ein Zahn abgebrochen ist. Der Kampf der Heikendorfer kannte keine Grenzen und so schafften die Gastgeber tatsächlich durch Manuel Schwenn den (unverdienten) Ausgleich (83.). In der vorletzten Minute foulte Christian Schümann den eingewechselten Aydemir im Strafraum. Schiedsrichter Deeg (Segeberg) entschied auf Strafstoß, den Henrik Giese zum Siegtreffer verwertete.
Veröffentlicht: NordSport, 15. September 2008