Mäkelmanns Hattrick stellt die Weichen

Mit einem lupenreinen Hattrick sicherte der Mann des Tages, Timo Mäkelmann, dem SV Henstedt Rhen innerhalb von neun Minuten die Vorentscheidung. Drei Mal traf er goldwert ins Heikendorfer Gehäuse. Arne Westphal verwertete zwei Minuten vor der Pause zum 0:4-Endstand.

Dabei waren die Hoffnungen auf Seiten der Gastgeber groß. Seit dreizehn Spielen war Rhen ungeschlagen. Die Serie begann ausgerechnet gegen den Heikendorfer SV. „Wir wollen die Serie von Henstedt-Rhen beenden. Meine Mannschaft ist motiviert“, war Mikica Mladenovic, Trainer des HSV, vor der Partie noch zuversichtlich, „wir spielen auf Sieg!“

In der Anfangsphase sah auch alles noch sehr vielversprechend aus. Heikendorf kämpfte und erspielte sich schon nach 180 Sekunden die erste Möglichkeit durch Dominic Kahl aus 20 Metern, doch Gäste-Torwart Zick wehrte mit den Fäusten ab. Zwei Minuten später schoss Daniel Witt aus 16 Metern den herauslaufenden Zick an. Die Gastgeber spielten schnellen Kombinationsfußball. Sie standen dicht an ihren Gegenspielern und ließen die Gäste zunächst nur auflaufen. Rhen schien anfangs irritiert zu sein, doch der erfahrende Rhener Trainer Martens murmelte schon vor sich hin: „Das Tempo halten sie nicht durch.“ Und so kam es auch. Nach 26 Minuten kam Rhen besser ins Spiel. Heikendorfs Tempo ließ nach. Timo Mäkelmann schoss frei aus 16 Metern aufs Tor (26.) und Niclas Bessort traf aus fünf Metern nur einen Gegenspieler (27.). Nach gut einer halben Stunde übernahm Henstedt-Rhen endgültig das Zepter. Timo Mäkelmann, der vor der Partie noch gesundheitlich angeschlagen war (Martens: „Ihm war übel.“), schoss innerhalb von neun Minuten einen lupenreinen Hattrick. Zunächst flankte Niclas Bessort von rechts auf den freistehenden Mäkelmann, der aus 16 Metern zum 0:1 traf (32.). „Das ist ein ganz wichtiger Treffer“, freute sich Martens an der Seitenlinie. Fünf Minuten darauf bediente Hakan Demirci Mäkelmann, der diesmal mit einem Volleyschuss verwertete. Zu guter Letzt passte erneut Demirci auf seinen Mitspieler, der mit einem Seitfallzieher seinen Hattrick perfekt machte (41.). Kurz vor der Pause verwandelte Arne Westphal zum 0:4-Endstand (43.), nach einer Rechtsflanke von Benjamin Bahr.

Nach dem Seitenwechsel verwaltete Rhen das Ergebnis. Die Gäste kamen kaum noch vor das Heikendorfer Gehäuse. Rhen wurde leichtsinniger, durfte sich es allerdings aufgrund ihrer guten Spielanlage und ihrer haushohen Führung leisten. Heikendorf war im Offensivbereich bemüht und erspielte sich noch harmlose Chancen durch Daniel Witt (49., 51.), der aus jeweils kürzester Distanz dem Rhener Keeper Zick den Ball in die Arme spielte.

„Seit acht Spielen haben wir mit mehr als drei Toren Unterschied gewonnen“, freute sich Rhens Trainer Jens Martens nach dem Spiel.

Veröffentlicht: Nord Sport, 15. Dezember 2008

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