Todesfelde besiegt Kilia mit 3:0
„Das war heute eindeutig zu wenig von meiner Mannschaft. Daran haben letztendlich auch nicht nur die Schiedsrichter schuld“, ärgerte sich Kilia- Trainer Frank Drews über die 0:3-Heimschlappe gegen SV Todesfelde und über das überforderte Schiedsrichtergespann um Henning Deeg aus Segeberg. „Wir mussten zwei rote Karten in Kauf nehmen! Die Erste ging sogar an den Falschen“, schimpfte Drews noch nach dem Spiel.
Doch auch spielerisch war aus Kieler Sicht in Durchgang eins (fast) nichts zu sehen. Zunächst tasteten sich beide Mannschaften ab. Außer einer Offensivbemühung, als Andre Sümnik nach Flanke von Benjamin Schuster den Ball nicht vor seinem Gegenspieler bekam (7.), waren Aktionen im Strafraum der Todesfelder Mangelware. Die Gäste nutzen hingegen sofort ihre erste Möglichkeit zum Führungstor: Nach einem schönen Querpass von Thomas Seeliger, umspielte Tetzlaff den herauslaufenden Kilia- Keeper Reinhold und schob zum 0:1 ein (10.). Todesfelde setzte Kilia durch viele gute Offensivaktionen weiter unter Druck. Doch Schüsse von Thomas Seeliger aus 16 Metern (17.), Ronny Tetzlaff aus 20 Metern (18.) und nochmals Tetzlaff nach einem Alleingang (33.), verfehlten das Ziel nur knapp. Nach einer „Notbremse“ von Timon Dehner, entschied Schiedsrichter Deeg auf Freistoß für Todesfelde und gab sogar Sven Dollnick, anstatt Dehner, die Rote Karte (40.). „Das darf einem Verbandsligaschiedsrichter einfach nicht passieren“, zeigte Frank Drews sich verwundert über die miserable Leistung der Spielleiter. Den anschließenden Freistoß entschärfte Reinhold zunächst, doch den Abpraller schoss Metin Sari unbedrängt zum 0:2-Halbzeitstand ein (42.).
Die zweite Hälfte verlief weiter einseitig für die Gäste. Nach einem Foul von Reinhold an Metin Sari, entschied Deeg auf Strafstoß (54.). Doch Reinhold machte seinen Fehler durch das Halten des Elfmeters wieder gut (55.). Eine Minute später, passte Thomas Seeliger auf den im Abseits verdächtig stehenden Ronny Tetzlaff, der im Alleingang auf Reinhold zulief und letztlich zum 0:3 einschoss. „Wenn Tetzlaff sechs Meter im Abseits steht, muss man die Fahne heben“, schrie Drews dem SR-Assistenten lautstark an. Auch Timon Dehner ging mit Beleidigungen auf den Schiedsrichter zu, wofür er die Rote Karte sah. Das Spiel verflachte. Beide Mannschaften spielten fortan Larifari-Fußball und gaben sich keine großen Mühen mehr. Es schien, als hätte Kilia nach 56 Minuten die Hoffnung schon aufgegeben und Todesfelde wäre schon in Feierlaune.
Todesfeldes Trainer Markus Weber war nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben kaum Torchancen zugelassen und trotz der zwei Roten Karten völlig verdient gewonnen!“
Veröffentlicht: NordSport, 17. September 2007