Joker Schuster trifft und bereitet vor
„Es war das richtige Spiel zum richtigen Zeitpunkt“, freute sich Kilia-Trainer Frank Drews über den 3:0-Erfolg seiner Mannschaft gegen den ETSV Weiche aus Flensburg, „die Gäste sind durch ihren letzten Sieg selbstbewusster aufgetreten, doch wir hatten die besseren Chancen. Durch diesen wichtigen Sieg konnten wir uns auf Platz 7 der Tabelle vorarbeiten.“
Weiche war in Durchgang eins sehr bemüht, fehlte es jedoch an den richtigen Mitteln im Spielaufbau. Sie erspielten sich zunächst keine Torchancen, außer als Jan Aderhold bereits nach zwei Minuten vor das Kieler Gehäuse kam, doch den Ball nicht traf. Es ging stattdessen auf der anderen Seite weiter. Kilia war die spielbestimmende Mannschaft mit dem ideenreicheren und torgefährlicheren Fußball. Doch Chancen von Mario Witt aus 20 Metern (8.) und Marc Sümnik aus 22 Metern (14.) trafen nicht das gewünschte Ziel. Zwei Minuten später schoss Oliver Dreier, nach Kurzpassspiel im Strafraum mit Andre Sümnik, zum viel umjubelnden Führungstreffer ein. Weitere Torschüsse von Marc Sümnik aus 16 Metern (18.), Mario Witt per Kopfball (29.) und Andre Stelmaszewski aus 17 Metern (30.) änderten nichts am 1:0-Halbzeitstand.
Die rund 160 Zuschauer hatten nach der Pause noch nicht wieder Platz genommen, da köpfte Kilia durch den eingewechselten Benjamin Schuster, nach einem Eckball von Dennis Akkus, zum 2:0 ein. (Weiche-Coach Natusch: „Das Tor hat uns zurückgeworfen. Wir haben uns das in der Halbzeit etwas anderes vorgestellt.“) Dennoch fand Flensburg fortan mehr den Zug zum Kilia-Tor, doch Versuche von Patrick Ober aus 18 Metern (50.), Jörg Dierkes (53.) und David Kroll unbedrängt aus 16 Metern (62.) scheiterten entweder an der gut gestaffelten Kieler Abwehr oder an den eigenen Nerven. Nach einem Konter der Kieler, spielte Schuster von rechts auf seinen freistehenden Kollegen Aurin, der den Ball nur noch ins Tor einschob (69.).
Enttäuschend saß ETSV-Trainer Henning Natusch nach dem Spiel auf der Trainerbank: „Wir wollten hier einen Punkt mitnehmen, aber es gab Momente, in denen Kilia einen Tick schneller war als wir. Jetzt zählt es, in Altenholz zu punkten.“
Veröffentlicht: NordSport, 17. September 2007