Interview mit Frank Drews (Trainer FC Kilia Kiel)

Frank Drews begann seine Spielerlaufbahn beim NDTSV Holsatia Kiel. Ein Jahr später zog es ihn zu Eutin 08. Innerhalb der Verbandsliga wechselte er damals zum VfB Lübeck, ehe er 1988 für ein Jahr zu Holstein Kiel in die Regionalliga kam. Wieder im Trikot von Eutin 08 und schaffte er sogar den Oberligaaufstieg. Dasselbe gelang ihm ein Jahr später mit dem VfL 93 Hamburg. Seine Trainerstationen absolvierte der 43-jährige Familienvater beim Suchsdorfer SV, TuS Felde, FC Kilia Kiel und Bramstedter TS. Seit der Winterpause 2004 steht der gebürtige Kieler an der Seitenlinie vom FC Kilia Kiel.

Ihr Ziel war seit Wochen die Teilnahme am diesjährigen Hallenmasters. Nun haben Sie es geschafft. Was bedeutet es Ihnen?
Für uns ist es eine Bestätigung, dass wir draußen eine vernünftige Rolle gespielt haben. Das ist mir wichtig. Heutzutage ist das Hallenmasters für jeden Spieler aufgrund der großen Zuschauerzahl ein Highlight. So viele Zuschauer wird man in der Verbandsliga und Oberliga nie erreichen können. Bisher konnten wir uns immer sehr gut in der Ostseehalle verkauft. Ich bin fest davon überzeugt, dass es uns auch dieses Mal gelingen wird.

Kilia spielt beim Hallenmasters gegen den VfB Lübeck, TSV Kropp und Eider Büdelsdorf. Was rechnen Sie sich aus?
Es ist alles möglich. Wir haben letztes Jahr schon den VfB Lübeck unter Stefan Böger geschlagen. Im Halbfinale haben wir leider ein schlechtes Spiel gegen den TSV Kropp gemacht und sind dadurch nur Vierter geworden. Unsere Gruppe ist stark, aber wir rechnen uns schon etwas aus. Wir wissen aber auch, dass wir nach dem dritten Spiel duschen gehen könnten. Die Jahre zuvor, als zum Beispiel Flensburg 08 gewonnen hat, haben gezeigt, dass genauso gut ein Verbandsligist das Turnier gewinnen kann. Fußballerisch frischen meiner Meinung nach die Verbandsligisten das Hallenmasters auf.

Wie bereiten Sie die Mannschaft auf das Hallenturnier vor?
Wir machen kein Hallentraining, sondern nehmen an Hallenturnieren teil, um uns auf das Hallenmasters vorzubereiten. Bisher hat meine Mannschaft auch in der Halle guten Fußball gezeigt und einige Turniere gewonnen. Das stimmt mich positiv.

Welche Spieler nehmen Sie mit?
Spieler wie Mario Witt, Peter Michalski und Thomas Bohrmann werden sicherlich dabei sein. Die restliche Aufstellung werde ich kurzfristig festlegen.

Wer gewinnt das Turnier und welchen Platz nimmt Kilia ein?
Das ist Spekulation. Man kann nur hoffen, dass wir möglichst weit kommen. Alle acht Mannschaften haben die Möglichkeit zu gewinnen.

Ihr Fazit für Ihre Mannschaft zur bisherigen Verbandsligasaison?
Wie haben die Fähigkeit, ganz oben mitzuspielen. Das haben wir zum Beispiel in Lübeck (3:2), Büdelsdorf (1:0) und Flensburg 08 (2:1) bewiesen. Trotz alledem haben wir bei vielen Spielen, wie gegen den Heider SV (2:3), den Oldenburger SV (1:1) und TSV Altenholz (1:1), in der Summe sieben Punkte verschenkt. Wenn man wie wir acht Spielern im Kader austauscht, dauert es halt seine Zeit, bis sich jeder zu Recht gefunden hat. Wenn wir unsere beiden Nachholspiele gewinnen, sind wir sechs Punkte hinter dem VfB Lübeck II.

Welche Ziele haben Sie mit Ihrer Mannschaft noch in dieser Saison und was muss dafür noch getan werden?
Wir wollen aufsteigen. Häufig fehlt uns aber die Kaltschnäuzigkeit. Das Paradebeispiel war das Spiel gegen den TSV Kropp (1:2), die eine ausgebuffte Mannschaft haben. Wir haben zwei Elfmeter verschossen und hätten bis zur Halbzeit 4:0 statt 1:0 führen müssen. Dieses unbedingte „Gewinnen-wollen“ ist bei uns nicht ausgeprägt. Allzu viel Negatives gibt es aber nicht zu sagen, sonst würden wir nicht dort oben mitspielen.

Veröffentlicht: Hallenmagazin der SHFV-Hallenmasters, 13. Januar 2007

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