Aus der Traum vom Klassenerhalt für den OSV
Für den Oldenburger SV scheint nach der Niederlage im wichtigen Verbandsligaspiel gegen den tabellenletzten TSV Heiligenstedten das Ziel Klassenerhalt kein Thema mehr zu sein. 3:4 lautete das Ergebnis nach gut 90 Minuten auf dem OSV-Sportplatz. Kopfschüttelnd verließen die Gastgeber das Spielfeld in Richtung Kabine. Höchstwahrscheinlich auch in Richtung Bezirksoberliga. Immer größer wird für die Oldenburger der Abstand vom rettenden Ufer. OSV-Trainer Rainer Gosch war nach dem Spiel zutiefst enttäuscht: „Das war das schlechteste Saisonspiel! Meine Mannschaft hat mich hängen gelassen.“
Die erste halbe Stunde schien Oldenburg nur körperlich auf dem Platz zu sein. Zu weit ließen sich die Gastgeber in die eigene Hälfte drängen. Die Nervosität bei den Spielern angesichts des drohenden Abstiegs erlebten die rund 110 Zuschauer gleich in der ersten Minute, als Sascha Rönnpage durch ein Eigentor zum 1:0 für Heiligenstedten einschob. Der Tabellenletzte machte sich immer wieder durch Niss und Riedel bemerkbar. Auch ein Doppelpack von Riedel (22./24.) zum 0:3 weckte die Oldenburger aus ihrem Frühlingsschlaf nicht auf. Erst nach einem Foulelfmeter von Matthias Rönnpage zum 1:3 zeigten die Hausherren ansatzweise Akzente (37.).
Nach der Halbzeit war dann wieder Heiligenstedten mit dem Toreschießen dran. In der 59. Minute verwandelte Niss zum 1:4. Die Anschlusstreffer von Hasler (75.) und Matthias Rönnpage (89.) änderten nichts am „katastrophalen Spiel“ der Oldenburger (Rainer Gosch).
In Oldenburg hat man sich nun mit dem Abstieg abgefunden. „Ich denke, der Zug ist abgefahren. Aber rechnerisch ist noch alles möglich. Wir werden sehen, was passiert“, so Gosch.
Veröffentlicht: NordSport, 10. April 2007