Enttäuschung auf beiden Seiten

Nach dem Spiel gab es bei allen Anwesenden unzufriedene Gesichter. Der TSV Bordesholm verpasste wegen des gleichzeitigen Klausdorfer Erfolges den direkten Aufstieg und Holtenau muss weiterhin um den Klassenerhalt bangen. "Wir sind auf einem Nichtabstiegsplatz. Das war unser Ziel. Jetzt müssen wir hoffen, dass der TSV Altenholz und der Eckernförder SV in der SH-Liga bleiben", sieht Holtenaus Trainer Udo Kielhorn noch einen Funken Hoffnung.

Sönke Pries kann ebenfalls weiter träumen. Im Falle eines Aufstiegs von Holstein Kiels erster und zweiter Mannschaft kämpfen die zweitplatzierten Verbandsligisten um den letzten zu vergebenen Platz in der SH-Liga. "Die Chance gibt es noch. Aber selbst, wenn wir nicht aufsteigen, spiele ich lieber in der Verbandsliga vor 200 Zuschauern, als in der SH-Liga, wo teilweise unter 100 Leuten zugucken. Das Leben geht weiter. Ich bin nicht enttäuscht, wenn wir nicht aufsteigen. Wir hatten es selber in der Hand."

In der ersten Halbzeit präsentierte sich Bordesholm wie ein Aufsteiger. Die Gäste waren die klar bessere Mannschaft, ließen kaum etwas zu und machten sich durch gutes Offensiv-Pressing bemerkbar. Moritz Burmeister (3.), Christian Hübsch (8.) und Peer Rogge (10.) hatten gute Gelegenheiten aus aussichtsreichen Positionen. Die Gäste agierten cleverer, die Kombinationen konnten sich sehen lassen. Innerhalb von zwei Minuten schoss der TSVB zwei Tore. Moritz Burmeister brachte die Gäste per Doppelschlag in Führung (21., 23.). Von Holtenau war nichts zu sehen.

Nach der Pause ging der Einbahnstraßenfußball weiter. Peer Rogge schoss einen indirekten Freistoß im gegnerischen Strafraum eiskalt ein (55.). Der Jubel hielt sich dennoch in Grenzen, da die zwischenzeitliche 3:0-Führung der Klausdorfer im Hinterkopf war.

Gegen zehn Mann (Roman Blum hatte nach einem Foul gemeckert und Gelb-Rot gesehen, 59.) trauten sich die Gastgeber mehr und kamen doch noch zum Ehrentreffer. Der agile Rene Behrens traf zum 1:3 (84.). Die alten Verhältnisse wurden aber wenig später wieder hergestellt, als Nico Sielas zum 1:4-Endstand einschoss (86.).

Veröffentlicht: Nord Sport, 25. Mai 2009

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