Heikendorf dreht Spiel nach der Pause
Im Duell der Verbandsligaaufsteiger siegte der Heikendorfer SV dank einer starken zweiten Halbzeit mit 3:1 gegen ETSV Weiche aus Flensburg. „Wir haben uns heute zurückgemeldet. In den letzten 20 Minuten haben wir nach meinen Vorstellungen gespielt. Meine Mannschaft hat sich trotz der Führung von Weiche kämpferisch gezeigt und verdient gewonnen“, freute sich HSV-Trainer „Miki“ Mladenovic über den Sieg seines Teams.
Die erste Halbzeit war jedoch alles andere als schöner Verbandsligafußball. Beide Mannschaften gaben sich nicht viel. Es war zunächst ein Spiel zwischen den Strafräumen. Kamen die Gäste aus Weiche einmal näher vor das HSV-Gehäuse, so scheiterten sie häufig an ihren Nerven oder an ihrem Können, wie Daniel Sekowski, der aus elf Metern den Ball nicht richtig traf (13.). Heikendorf hatte zwar die besseren Ideen, doch es haperte noch an der Umsetzung. So vergaben Philipp Wölk aus 16 Metern (14.) und Dominic Kahl per Kopfball (15.) zwei Chancen der Gastgeber. Hohe, unpräzise Pässe, Verzweiflungsfouls und fehlender Spielfluss prägten das „Gebolze“ in Durchgang eins. Nach einer Flanke von HSV-Spieler Samet Aydemir, flog der Ball unberührt durch den ETSV-Strafraum (31.). Meysam Shahhosseini versuchte es im Alleingang, verdribbelte sich aber selber (34.). Eine der wenigen Offensivaktionen führte für Weiche dann doch zum Erfolg: Nach einem Eckball verlängerte Daniel Sekowski den Ball auf den eingewechselten Alexander Zeh, der zum viel umjubelnden 0:1 einnetzte (43.).
Die Gäste setzten Heikendorf auch zu Beginn von Durchgang zwei weiter unter Druck. Kim Petersen versuchte es mit einem 20-Meterschuss (50.). Dennoch schafften es die Hausherren den Druck abzuschütteln, und erzielten durch Steffen, nach guter Vorarbeit von Wölk, den Ausgleichstreffer (55.). Der HSV fand fortan mehr ins Spiel und erspielte sich durch Dominic Kahl mit einem Distanzschuss (56.) eine weitere Torchance. Fünf Minuten später traf Shahhosseini nach Kopfballvorarbeit von Maik Stagneth zum 2:1 (61.). „Das Tor ging eindeutig auf die Kappe von Keeper Kloppenburg“, ärgerte sich ETSV-Coach Henning Natusch nach dem Spiel. Außer einer Aktion von Weiche, als Kim Petersen den herauslaufenden Torwart Bohrmann umspielte und aufs Tor schoss, Stagneth den Ball aber auf der Linie rettete (64.), sahen die Gäste keine Lichtblicke mehr. Heikendorf dominierte das Spiel und schoss durch Meysam Shahhosseini, der den Abpraller eines Pfostenschusses von Kahl ausnutzte, zum 3:1-Endstand ein (66.). „Wir hätten Heikendorf schlagen müssen. Stephan Kloppenburg hatte heute keinen guten Tag und das wurde uns zum Verhängnis“, fasste Weiche-Trainer Henning Natusch seine Sicht der Dinge zusammen.
Veröffentlicht: NordSport, 17. September 2007