Eichede spielt mit Comet „Katz und Maus“

Dieser Aufsteiger macht Lust auf mehr! Mit 2:0 (1:0) gewann der SV Eichede beim zu harmlosen SC Comet Kiel. Gastgeber-Trainer Frank Schlichting war nach dem Spiel dementsprechend enttäuscht von der Einstellung seiner Mannschaft: „Das frühe Gegentor hat alles über den Haufen geworfen. Insgesamt geht das 0:2 in Ordnung. Mich ärgert es allerdings, dass meine Truppe sich nach dem Rückstand nicht wieder aufgerappelt hat. Es gab kein Aufbäumen, nichts positives zu hören – immer war der andere Schuld. Das nervt!“, sprach Schlichting Tacheles.
Auf der anderen Seite strahlte Eichedes Trainer „Mecki“ Brunner mit der Sonne um die Wette: „Ich freue mich riesig. Nach der Pause waren wir zeitweise ein bisschen unkonzentriert. Wir haben immer das Spiel nach vorne gesucht. Ein, zwei Mal kamen wir dadurch in Bedrängnis, weil Comet einen Konter gefahren hat. Nach dem Platzverweis für Yankin war dann klar, dass wir den Sieg nach Hause schaukeln“, war Brunner sehr zufrieden mit seinem Team.
In der Anfangsphase waren beide Mannschaften aggressiv, erspielten sich gute Offensivaktionen. Doch die Euphorie der Gastgeber wurde schnell gedämpft. Nach einem fatalen Fehler in der Vorwärtsbewegung spielte Eichede clever und schnell auf Fabian Kolodzick, der den Ball an Comets Torhüter Pascal Wenzkus vorbei ins Tor zirkelte (9.). Zwar versuchte sich Comet in der Folgezeit zu wehren, doch die Mannen um Trainer Frank Schlichting konnten nicht mithalten. Eichede spielte sehenswerte Kombinationen über die Außenbahnen, Diagonalbälle übers gesamte Spielfeld, die ihr Ziel erreichten. Der Pass in die Gasse klappte einwandfrei. Der Aufsteiger spielte mit Comet „Katz und Maus“. Osmani aus 16 Metern (31.) und Dennis Wagner mit einer scharfen Hereingabe (35.), die keinen Abnehmer fand, hatten noch gute Möglichkeiten. Die einzigen Chancen für Comet hatten Torge Hansen (31.) und Ali Yankin (41.).
Nach der Pause hatte Eichede endgültig das Zepter übernommen. Die Gäste profitierten nicht nur von der Gelb-Roten Karte für Comets Ali Yankin, sondern auch von der Kieler Einstellung. So machte sich Steve Frank extra die Mühe, nach vorne zu rennen, um seinem Kollegen Christoph Schultz anzubrüllen, wie er hätte spielen sollen. Comet konzentrierte sich mehr aufs Meckern, Eichede aufs Fußballspielen. Das machte sich bezahlt durch hundertprozentige Möglichkeiten der Gäste. Fabian Kolodzick traf den Pfosten (69.), Sebastian Barsuhn scheiterte aus zehn Metern (81.) und Christian Biermann aus 16 Metern (82.). Fünf Minuten vor dem Schluss fiel dann doch noch das 0:2. Der eingewechselte Biermann traf im Nachschuss, nachdem Kiels Keeper Wenzkus Kolodzicks Schuss nur abprallen ließ (85.).

Veröffentlicht: Nord Sport, 28. September 2009

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