„Miki“ Mladenovic: Wir können noch mehr

„Es hätte besser laufen können“, blickte Heikendorfs Trainer Mikica Mladenovic auf den bisherigen Saisonverlauf zurück. Sechs Niederlagen, sechs Unentschieden und sechs Siege stehen auf dem Konto des HSV. Das Verletzungspech verfolgte die Schwarz-Weißen, denn kontinuierlich fehlten sieben bis acht Stammspieler sowohl im Training als auch in den Spielen. „Durch diese schwierige Situation hatten wir immer eine neue Mannschaft auf dem Platz stehen, die sich von Spiel zu Spiel änderte. Wir hatten keinen Rhythmus.“ Niederlagen gegen Klausdorf und den bis dato noch sieglosen SC Comet waren die Folgen. „Wir haben in einigen Spielen Punkte liegen gelassen, die mich im Nachhinein immer noch ärgern können“, möchte Mladenovic die angesprochenen Pleiten schnell vergessen.
Doch die Mannschaft zeigte eine enorme Geschlossenheit. Neuzugänge wurden schnell integriert und spielten überzeugend. „Patrick Hörhold hat in den letzten neun Spielen alle 90 Minuten absolviert“, freute sich der Trainer. „Unsere erfahrenen Spieler nehmen unsere Neuen immer gut auf.“ Eine weitere Stärke sei die Heikendorfer Offensive. Doch durch die Personalnot und die Verletzungen von Veselinovic und Dominik Kahl war es lange Zeit nicht möglich, die komplette Stärke im Offensivberech auszunutzen. Zu viele Chancen wurden vergeben. „Spieler wie Guido Braasch waren letzte Saison noch torgefährlicher. Ich würde mir wünschen, wenn das bald wieder der Fall ist“, hofft Mladenovic in Zukunft auf den noch nicht ausgereiften Torinstinkt einiger Spieler.
Zu den Schwächen der Mannschaften zählen die Punkteverluste gegen vermeintlich schwächere Teams. „Die Mittel fehlen. Ich würde nicht sagen, dass das an der Einstellung der Spieler liegt, sondern viel mehr daran, dass uns die erfahrenen und abgeklärten Spieler fehlen. Es gibt Situationen, in denen muss man ein Foul provozieren, damit man durch Standardsituationen gewinnt. Dann muss man Mannschaften mal mit der Brechstange besiegen. Aber das klappt bei uns nicht“, bemängelte Mladenovic.
Als Neuzugänge meldete der HSV Artur Czyzewski vom TSV Klausdorf. „Rene Reincke hat derzeit Rückenprobleme und kann nicht spielen. Wir brauchen aber einen Ersatztorwart.“ Florian Paesler wird vom FC Kilia Kiel zurückkehren. Matthias Waschewski (früher Holstein Kiels A-Jugend) pausierte ein halbes Jahr und möchte die Heikendorfer Defensive ebenso verstärken wie Dennis Böhnke, der aus Wellsee kommt. „Wir hatten in unserer Abwehr eine Personalnot und haben diese nun durch unsere Neuzugänge in den Griff bekommen“, freute sich Mladenovic. Abgänge gibt es bisher nicht.
Für das neue Jahr nehmen sich die Heikendorfer vor, mindestens den siebten Tabellenplatz aus dem Vorjahr zu verteidigen. „Vielleicht schaffen wir es ja, unter die ersten fünf oder sechs zu kommen“, hoffte Mladenovic, der seinen Vertrag bei den Schwarz-Weißen genauso wie sein gesamtes Trainerteam um ein weiteres Jahr verlängerte. Das noch anstehende Hallenkreispokalfinale möchte der HSV als Titelverteidiger wieder erreichen. Bisher präsentierte sich das Mladenovic-Team bei Hallenturnieren überzeugend. Zwei Turniere innerhalb einer Woche gewannen sie und kassierten jeweils eine satte Geldprämie.
Der Saisonverlauf in der Statistik:
Tabellenstand: 9. Platz; 18 Spiele, 28:33 Tore, 24 Punkte.
Heimbilanz: 8 Spiele, 17:13 Tore, 15 Punkte.
Auswärtsbilanz: 13. Platz, 10 Spiele, 11:20 Tore, 9 Punkte.
Höchster Sieg: PSV Neumünster (6:2).
Höchste Niederlage: TSV Klausdorf (0:4).
Eingesetzte Spieler: Petersen (18), Schwenn (18), Braasch (17), Schramm (17), Lapatzki (16), Bohrmann (15), Kahl (15), Schindler (15), Hoerhold (13), Giese (12), Lange (11), Todic (11), Borreck (10), Helms (10), Jaensch (6), Langhoff (4), Philipowski (4), Paterlini (3), Reinke (3), Kristandt (1).
Torschützen: Kahl (8), Schwenn (7), Braasch (5), Borreck (1), Lange (1), Lapatzki (1).
Elfmeter für: 1/0 (Giese 1/0).
Elfmeter gegen: 3/3.
Gelb-Rote Karten: Schindler (3), Kahl.
Rote Karten: Keine.

Veröffentlicht: Nord Sport, 11. Januar 2010

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