Comet bestätigt aufsteigende Tendenz

Hängende Köpfe auf der einen, strahlende Gesichter auf der anderen Seite. Nach dem 0:0-Unentschieden zwischen dem SC Comet und der FT Eider Büdelsdorf freute sich der Gastgeber über den gewonnen Punkt. Trainer Patrick Nöhren war äußerst zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Wir sind mit Schaum vor dem Mund ins Spiel gegangen, haben uns die ersten 30 Minuten echt gut präsentiert. Bei den vielen guten Möglichkeiten habe ich sogar zwischendurch an einen Sieg gedacht", verriet Nöhren. "Doch Eider hat insbesondere in der Schlussphase Druck gemacht. Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben verdient einen Punkt gewonnen."

Olaf Lehmann, Trainer der FT Eider Büdelsdorf, blickte ein wenig genervt auf das Spielgeschehen zurück: "Klar haben wir auf drei Punkte gehofft. Aber was will man hier auf dem Acker erwarten? Da kann man nur lange Bälle nach vorne spielen. Comet kam nur durch Konter, die aber brandgefährlich waren. Wir haben uns nicht genug Torchancen herausgespielt. Unter dem Strich ist ein Punkt in Ordnung."

Die Kieler begannen engagiert, führten die Zweikämpfe aggressiv, fighteten wie es für eine abstiegsbedrohte Mannschaft üblich ist. In der Defensive standen sie sicher, schlugen die Bälle bei jeder Gefahr weit nach vorn. Büdelsdorf tat sich schwer, einen anständigen Spielaufbau zustande zu bringen, erspielte sich kaum Torchancen und wurde der Favoritenrolle nicht gerecht. Comet kam durch die "Kick-and-rush-Taktik" in der ersten Halbzeit oft vor das gegnerische Gehäuse. Vor allem Meysam Shahhosseini, der aus zehn Metern links vorbei schoss (16.) sowie mit einem abgefälschten Schuss aus 16 Metern (21.) und einem Fallrückzieher (41.) den guten Eider-Keeper Henrik Preuß prüfte, war der beste Kieler auf dem Platz. Auch Michael Ziesecke hatte in der 26. Minute aus drei Metern eine Großchance auf dem Fuß, doch sein Versuch wurde abgefälscht. Außer bei einem Verzweiflungsschuss von Till Furthmann (39.) hatten die Gäste keine nennenswerten Toraktionen.

Auch nach dem Seitenwechsel war von schönem SH-Liga-Fußball nicht die Rede. Der Tabellenvierte passte sich an die Bodenverhältnisse und die auf Kampf ausgerichtete Spielweise der Kieler an. Fortan war es ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften erspielten sich jedoch keine zwingenden Chancen. Comet befreite sich durch weite Bälle nach vorne und erntete Lob vom Trainer: "Lieber einen Fehlpass nach vorne, als hinten den Ball zu verlieren", meinte Nöhren an der Seitenlinie. Erneut Shahhosseini versuchte es nach einem weiten Schlag aus der Defensive im Alleingang (70.), doch Preuß hielt. Comet hatte die besseren Chancen, war durch Konter gefährlich. Büdelsdorf indes war im zweiten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft, erspielte sich aber bis auf einen Pfostenschuss von Rouven Abel (77.) keine guten Tormöglichkeiten, sodass das torlose Unentschieden leistungsgerecht war.

Veröffentlicht: Nord Sport, 19. April 2010

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