Meyer schießt Lübeck zum ersten Saisonsieg
Große Freude bei der zweiten Mannschaft des VfB Lübeck. Die Elf von Trainer Denny Skwierczynski gewann dank zwei sehenswerten Toren von Marcello Meyer (10., 24.) beim Aufsteiger TSV Klausdorf mit 2:1 und holte damit die ersten drei Punkte in dieser Saison. Der Frust war umso größer bei den Gastgebern. TSVK-Trainer Stefan Köpke betonte bereits vor dem Spiel: "Wir wollen Lübeck nicht an ihrem Tabellenplatz messen." Doch die Warnung stieß auf taube Ohren. Klausdorf hatte bis auf einen Sonntagsschuss von Marvin Schäfer (70.) nichts gezeigt.
Vor nur 80 Zuschauern begann Klausdorf zwar motiviert, ließ sich ein, zwei Mal in der gegnerischen Hälfte blicken, doch die Gastgeber waren nicht in der Lage, sich zwingende Torchancen herauszuspielen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes, von Hektik geprägtes Spiel. Schiedsrichter Dennis Lübker ließ zu viele Foulspiele ohne Verwarnung durchgehen. Stefan Köpke bemängelte die SR-Leistung: "Da waren zum Teil Tätlichkeiten dabei, die er nicht geahndet hat. Lübker hat uns heute den Zahn gezogen", ärgerte sich Köpke noch nach dem Spiel.
Lübeck hatte im ersten Durchgang die besseren Möglichkeiten, spielte Kombinationen über die Außenbahnen. Allerdings stellte die gut gestaffelte Klausdorfer Abwehrkette die Abseitsfalle geschickt und verhinderte so einige Angriffe der Gäste. Klausdorf hatte im ersten Druchgang keine einzige Chance. Stattdessen bestimmte der Regionalliganachwuchs das Geschehen. Nach einer schönen Ballstaffette schoss Marcello Meyer aus 16 Metern alleine vor TSVK-Keeper Tobias Paulat zum Führungstor ein (10.). Weitere Einschussmöglichkeiten von Nieselke (13.), Senger (16., Außennetz) und Nodop (16.) folgten und setzten den Aufsteiger unter Druck. Als Marcello Meyer erneut alleine vor Torwart Paulat stand, lupfte er den Ball diesmal und traf zum hochverdienten 0:2-Halbzeitstand.
Nach der Pause kam Klausdorf etwas mehr zum Zuge. Der Aufsteiger versuchte, offensiver zu agieren. Lübeck ließ sich aber nicht die Butter vom Brot nehmen und spielte cleverer. So nutzten die Gäste die Unsicherheiten des Schiedsrichters aus und schrien bei jedem Körperkontakt - Lübker pfiff stets brav wegen Foulspiels. Klausdorfs Spiel war geprägt von Passungenauigkeiten und Abstimmungsschwierigkeiten. Hohe, unkontrollierte Bälle waren die Folgen. Wie aus dem Nichts schoss Marvin Schäfer aus 25 Metern halbrechter Position ab und traf das Gehäuse oben rechts im Torwinkel zum Tor des Monats und 1:2. Zwar bemühten sich die Gastgeber noch um den Ausgleichstreffer, doch es blieb beim 1:2-Endstand. Lübeck passte sich im zweiten Durchgang an die Klausdorfer Leistungen an, sodass der Sieg aufgrund der starken Lübecker ersten Halbzeit verdient war.
Veröffentlicht: Nord Sport, 21. September 2009