Interview mit Oliver Dittberner (Trainer SV Lurup)

„Wir verbessern uns von Spiel zu Spiel!“
Oliver Dittberner (Trainer vom SV Lurup) im Gespräch.

Oliver Dittberner begann seine Spielerkarriere beim Nachwuchs des Hamburger Sportvereins. Von 1985 bis 1990 spielte er zunächst in der Jugend und später bei den Amateuren. Zeitweise trainierte er im Bundesligakader mit. Anschließend wechselte der heute 38-Jährige zu den Stuttgarter Kickers, mit denen er 1991 den Bundesligaaufstieg schaffte. Ein Jahr später ging Dittberner zum VfB Lübeck in die Verbandsliga und erreichte dort den Oberligaaufstieg. Zum SV Lurup wechselte er 1993 und spielte dort ein Jahr Regionalliga, ehe er ’94 zu seiner letzten Spielerstation TuS Hoisdorf ging. Seine einzige Trainerstation war ab diesem Zeitpunkt der SV Lurup, dem er bis heute treu blieb. Im Gespräch mit Holstein-Magazin-Mitarbeiter Henrik Heitmann spricht Dittberner über den Oberliga-Aufstieg, sein Saisonziel und Holstein Kiel.

Der SV Lurup hat als einzige Mannschaft in der Oberliga erst einen Punkt gewonnen. Da kann man doch nicht zufrieden sein.
(schmunzelt) Natürlich kann man nach sieben Spieltagen mit einem Punkt nicht zufrieden sein. Allerdings war uns auch bewusst, dass es eine schwere Aufgabe ist, in der Oberliga zu bestehen. Zumal wir zu einem relativ späten Zeitpunkt erfahren haben, dass wir aufsteigen. Wir verbessern uns von Spiel zu Spiel und das macht uns Mut.

Sie stehen dadurch auf dem letzten Tabellenplatz. Wie sieht Ihr Saisonziel aus?
Unser Saisonziel ist mit Sicherheit anders zu definieren, als das von Holstein Kiel. Wir sind nicht so ergebnisorientiert wie andere Vereine. Bei uns wird nichts vom Tabellenplatz abhängig gemacht. Der Verein macht eine gute Entwicklung. Im Umfeld müssen noch gewisse Rahmenbedingungen geändert werden. Wenn es uns zusätzlich noch gelingt, unsere Spieler zu verbessern, haben wir unser Ziel erreicht.

Kam der Oberligaaufstieg für den SV Lurup zu früh?
Ich würde eher sagen, dass der Aufstieg zu spät kam, weil es die letzte Oberliga-Saison ist (lacht).

Wo liegen die Stärken und Schwächen Ihrer Mannschaft?
Die größte Schwäche meiner Mannschaft ist, dass sie das schnelle Tempo in der Oberliga meist noch nicht standhalten kann. Daran müssen wir uns erstmal gewöhnen. Allerdings besteht meine Mannschaft überwiegend aus jungen Spielern, die alle noch einen Entwicklungsprozess vor sich haben, lernwillig sind und viel Potential nach oben haben. Sie sind systemtreu und die mannschaftliche Geschlossenheit ist wunderbar.

Holstein Kiel ist Favorit. Wie schätzen Sie die Mannschaft von Peter Vollmann ein?
Kiel wird mit Abstand Meister. Alles andere wäre eine riesige Überraschung. Holstein ist die Mannschaft mit dem größten Etat in der Oberliga, die spielen Profifußball und das Umfeld ist professionell. Alle Taten und Fakten sprechen da für sich.

Wie geht das Spiel aus?
Wenn ich das wüsste, würde ich Lotto spielen. (lacht) Aber ich gehe mal davon aus, und da verrate ich kein Geheimnis, dass Holstein seine Heimspiele gewinnt. Man muss aber dazu sagen, dass im Fußball alles möglich ist. Wir wollen uns wehren und versuchen, dagegen zu halten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Veröffentlicht: Stadionmagazin des Oberligisten Holstein Kiel , 5. Oktober 2007

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