Drews-Hattrick bringt SVE ins Viertelfinale

Mit einem 4:1-Erfolg gegen den TSV Lütjenburg sicherte sich der Fußball-Verbandsligist SV Eichede den Einzug ins Viertelfinale des SHFV-Pokals. "Ich bin sehr froh, dass wir diese Runde überstanden haben", war Eichedes Trainer Hans-Friedrich "Mecki" Brunner nach dem Spiel glücklich. "Das Ergebnis täuscht über einige Phasen des Spiels hinweg, in denen Lütjenburg mehrere gute Möglichkeiten hatte, die sie zum Glück nicht verwertet haben. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir unsere Chancen dann besser genutzt", ließ Brunner das Spiel Revue passieren.

Der Trainer der neu formierten SVE-Truppe war insgesamt aber sehr zuversichtlich im Hinblick auf die kommende Verbandsligasaison: "Die Chancenauswertung hat mir heute gut gefallen", erklärte Brunner, der im selben Atemzug aber auch das Defensivverhalten seiner Jungs bemängelte: "In der Innenverteidigung waren wir heute noch zu unsicher. Das hat mir nicht gefallen. Viele Spieler waren sicherlich nervös, weil das ihr erstes Pflichtspiel für Eichede war, aber ich denke, dass diese Nervosität sich bald legen wird."

Zum Mann des Tages avancierte Lasse Drews, dem innerhalb der letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit einen lupenreiner Hattrick gelang. Zunächst traf er per Kopf zur Eichedeer Führung (40.), zwei Minuten später nutzte er einen Abwehrfehler von Lütjenburgs Spielertrainer Danilo Blank gnadenlos aus. Kurz darauf schob er das Leder eiskalt am herauslaufenden Lütjenburger Torwart Sascha Sadlowski vorbei zum 0:3 (45.).

Eichede machte von Beginn an Druck und erspielte sich die ersten Tormöglichkeiten, doch weder Dennis Wagner (6.), noch Lasse Drews (7.) verwerteten ihre Chancen. Vier Minuten später blieb Kevin Kraniks Versuch aus 16 Metern erfolglos. Lütjenburgs erste nennenswerte Gelegenheit kam nach 13 Minuten, als Jan Wille aus 18 Metern den Ball links am Eichedeer Tor vorbeischoss. Ein Schuss von Blank strich knapp am rechten Pfosten vorbei (19.). Die größte Lütjenburger Chance zur Führung vergab Peter Kienle, der aus fünf Metern freistehend vor SVE-Keeper Markus Venz das Tor verfehlte (35.). Eichedes Spiel wirkte klar strukturiert, die Gäste spielten zielorientiert und deutlich abgeklärter als die Platzherren. Ab der 40. Minute schlug dann die große Stunde des Lasse Drews. Seinen ersten Treffer markierte er nach einer Wagner-Flanke aus acht Metern (40.). Nur 120 Sekunden danach war er zum zweiten Mal erfolgreich, nachdem Sebastian Barsuhn von rechts in die Gefahrenzone flankte, Danilo Blank nicht den Ball klärte und Drews nur noch einschieben musste. Der dritte und letzte Streich folgte in der 45. Minute. Drews kam aus 16 Metern vor Keeper Sadlowski an den Ball und verwertete zum 0:3-Halbzeitstand.

Auch nach Wiederanpfiff drängte Eichede die Gastgeber weit in ihre eigene Hälfte. Torge Maltzahn sorgte in der 53. Spielminute für die endgültige Entscheidung. Aus 15 Metern halblinker Position traf er zum 0:4 ins Lütjenburger Netz. Die Mannen von Spielertrainer Danilo Blank waren stets bemüht, den guten Offensivaktionen der Gäste Paroli zu bieten. Das gelang ihnen auch phasenweise. So gelang Peter Kienle aus kurzer Distanz immerhin noch der Ehrentreffer (58.). Danach vergaben die Lütjenburger Ismet Nac (62.), Ralf Brauer (71.) und Kienle (74.) weitere Tormöglichkeiten, sodass es letztendlich beim 1:4 und dem Weiterkommen der Brunner-Schützlinge blieb.

Veröffentlicht: Stormaner Tageblatt, 4. August 2008

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