Holstein siegt im Schleswig-Holstein-Derby

Im Schleswig-Holstein-Derby in der C-Jugend-Regionalliga Nord hatte Holstein Kiel im Duell gegen den SV Eichede mit 4:2 (2:1) das bessere Ende für sich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und dem Eigentor von Linus Schewior fingen sich die Jungstörche noch in der ersten Halbzeit. Der Unglücksrabe machte dabei durch eine Vorlage und ein Tor seinen missglückten Rettungsversuch wieder gut.
Die Gäste aus Eichede hielten anfangs gut mit, stellten die Räume zu. In der ersten Viertelstunde der Partie kam Holstein kaum ins Spiel. Eichede stand sehr defensiv, ließ die Holsteiner kommen. Das bereitete den Kielern Schwierigkeiten. Die Gäste machten Druck durch einige Offensivaktionen, ohne jedoch zwingende Torchancen herauszuspielen. Glück kam hinzu, als Schewior, der eine Hereingabe von Alper Gürsoy ins eigene Netz „klärte“, für die Gäste-Führung sorgte (5.). Doch Holstein wurde erst allmählich wach, glich neun Minuten später durch Malte Villbrandt aus, der nach einem Schuss von Schewior, den SVE-Keeper Tobias Greul nicht festhielt, nur noch einschieben musste. Noch vor der Pause schoss Schewior die 2:1-Führung nach einem schönen Pass von Schultz (30.) heraus – ein Treffer, der Abstimmungsschwieriegkeiten zwischen Abwehr und Torhüter des SVE aufdeckte.
Nach dem Seitenwechsel war Holstein weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. Jannik Weltrowski erhöhte auf 3:1 (55.), nachdem Marcel Stoltenberg aus einem Gewühl den Ball zu seinem Kollegen stocherte. In der Schlussphase kam Eichede noch einmal gefährlich in die Kieler Hälfte. Abdulla Besli traf noch zum Anschlusstreffer (69.), doch der eingewechselte Bennet Dumke stellte mit dem Schlusspfiff den alten Abstand wieder her (70.).
Holsteins Co-Trainer Michael Busse war nach dem Spiel sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Heute haben wir verdient gewonnen.“ Auch der Saisonstart stellt die Kieler zufrieden. „Nach vier Spielen haben wir drei Mal gewonnen. Ein Gegner war sogar eine Bundesliganachwuchsmannschaft“, freute sich Busse.
Eichedes Trainer Thomas Lehwald war dagegen frustriert: „Wir verdienen uns den Respekt des Gegners und bekommen von allen Seiten Lob – doch am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen da“, ärgerte sich der Coach des Aufsteigers. „Schade, wir sind immer wieder dicht dran, aber am Ende bringt uns ungenügendes Abwehrverhalten und fehlende Cleverness um ein mögliches Erfolgserlebnis.“ (hhe/ssi)

Veröffentlicht: Nord Sport, 28. September 2009

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