Gerechtes Remis durch spätes Elfmetertor

„Wir haben heute ein gerechtes 1:1-Unentschieden gesehen. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen. Nach der Pause sind wir unglücklich in Rückstand geraten. Zum Glück haben wir noch durch Marc Zeller ausgeglichen“, resümierte Stefan Mackeprang sein Debüt als Trainer bei Kilia Kiel in der neuen Schleswig-Holstein-Liga.

Die Gastgeber spielten in den ersten Minuten energisch auf und erspielten sich die erste Möglichkeit durch Benjamin Szodruch aus 20 Metern, doch sein Schuss ging knapp rechts vorbei (2.). Das blieb allerdings auch lange Zeit die einzige Chance der Gastgeber, denn Flensburg kam in der Folge besser ins Spiel. Als ein Freistoß von Benjamin Seebauer aus 40 Metern immer länger wurde, musste Kilia-Torwart Hauke Lengnik vor zwei einköpfbereiten Stürmern erstmal richtig zupacken (13.). Auch Nils Wulf aus 20 Metern (22.), Finn Christophersen aus sieben Metern (23.) und nochmals Nils Wulf aus 16 Metern (27.) trafen nicht das gewünschte Ziel. Flensburg war spielbestimmend und setzte gute Akzente im Aufbauspiel. Kilia Kiel hatte in der ersten Halbzeit noch zwei Möglichkeiten durch Andre Sümnik (28., 37.), doch auch die Chancen blieben unverwertet, sodass die erste Halbzeit torlos blieb.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst an Höhepunkten arm. Die Angriffsbemühungen beider Mannschaften scheiterten oft spätestens am gegnerischen Strafraum oder an der fehlenden Cleverness der Spieler. Die mangelnde Spielpraxis der vergangenen Wochen machte sich noch bei einigen Spielern bemerkbar. Kilia versuchte immer wieder, über die Außenbahnen ans 08-Gehäuse zu gelangen, doch das misslang oft an den unpräzisen Flanken. In der 74. Minute kam dann der erste Höhepunkt der zweiten Hälfte für die Gäste. Der eingewechselte Lasse Sohrweide schoss einen Freistoß aus 16 Metern stramm in den Kilia-Strafraum, der Ball sprang dem Kieler Badrahn Ahmed unglücklich an den Kopf und das Leder landete zum 0:1 im Netz. Flensburg fand fortan besser in die Partie und erspielte sich eine weitere Torchance durch David Voigt (78.). Kilia war bemüht, doch noch einen Punkt aus dem ersten Punktspiel mitzunehmen. Kurz vor Schluss wurde Kilias Dannie Schindler im 08-Strafraum von Benjamin Seebauer zu Fall gebracht. Schiedsrichter Schwarze entschied sofort auf Strafstoß. Marc Zeller lief an und verwandelte eiskalt links oben ins Flensburger Tor (87.). In der Schlussminute hatten die Kieler sogar noch die Chance zum Sieg, doch Andre Sümnik schoss seinen Volleyschuss aus fünf Metern weit übers Tor (89.).

Auch Flensburgs Trainer Stefan Langeloh sah das Remis als gerechtfertigt, bemängelte allerdings die schlechte Torausbeute seiner Jungs: „Die Chancen hätten die wir noch besser nutzen müssen. Das haben wir versäumt.“

Veröffentlicht: NordSport, 11. August 2008

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