Aufsteiger Klausdorf Aufbaugegner für 06
Herbe Klatsche für Aufsteiger Klausdorf – das Team um Trainer Stefan Köpke verlor gegen Schleswig 06 mit 1:5 (1:4). „Schleswig hat verdient gewonnen. Wir haben keinen Spieler in unseren Reihen, der das Spiel gestalten kann. Außerdem meckert jeder über jeden. Dabei muss man erst seine eigenen Fehler finden und verbessern“, nahm der Klausdorfer Coach nach dem Spiel kein Blatt vor den Mund und zeigte sich enttäuscht von der Leistung und der Einstellung seiner Mannschaft. „Teilweise sah das so aus, als würden wir Schleswig unterschätzen. Das ist aber gerade bei uns als Aufsteiger völlig fehl am Platz“, merkte Köpke an und denkt über personelle Konsequenzen nach.
Die erste nennenswerte Aktion endete gleich in einem Treffer. Aus einem Tohuwabohu vor dem Gastgeber-Strafraum schoss Patrick Thomsen aus 16 Metern zum 0:1 ins Tor (10.). Doch quasi im Gegenzug gab Klausdorf die passende Antwort. Daniel Witt packte einen „Granaten-Schuss“ aus und haute das Leder aus 30 Metern in den Winkel (11.). Schleswig blieb dennoch die bessere Mannschaft mit mehr Ideen, schönen Kombinationen. Gekonnt ließen die Gäste den Ball durch die eigenen Reihen laufen, um Ruhe ins Spiel zu bringen. Klausdorf zeigte sich nach dem Ausgleich etwas engagierter, hatte durch Marc Bola (14.) auch noch eine gute Chance, doch die Euphorie wurde schnell wieder gedämpft. Innerhalb von sechs Minuten schossen die Schleswiger, bis zum Sonnabend noch ohne Punktgewinn, drei Tore. Das Drama für den Aufsteiger begann durch Jan Niklas Erichsen, der nach einem Freistoß von Jonas Walter aus zehn Metern das 1:2 köpfte (19.). Zwei Minuten später erhöhte Jan Lauer aus 16 Metern nach einem Alleingang frei vor TSVK-Torwart Sven Schmedemann zum 1:3. Den Halbzeitstand markierte erneut Jan Niklas Erichsen (25.). Klausdorf fehlte es an Cleverness. Nervosität stand auf dem Aushängeschild. Immer wieder versuchte es die Köpke-Elf über lange Bälle in die Offensive. Besonders Abwehrspieler Semih Aydemir suchte immer wieder seinen Bruder Samet im Angriff – meist allerdings ohne Erfolg.
Nach der Pause blieben Torchancen Mangelware. Klausdorf bemühte sich, allerdings kam wenig Fruchtbares heraus. Die wenigen Einschussmöglichkeiten, die die Gastgeber hatten, vertändelten sie. Marc Bola versuchte es aus 16 Metern mit dem Kopf (59.). Ansonsten hatte Klausdorf keine Chancen. In den letzten zehn Minuten gab Schleswig noch einmal Gas. Durch Offensiv-Pressing zwangen sie den Aufsteiger in die Knie. Jan Lauer setzte aus 16 Metern den Schlusspunkt zum 1:5-Endstand mit dem Schlusspfiff.
Enttäuschte Gesichter auf Seiten der Gastgeber und gegenseitige Schuldzuweisungen. Doch angesichts der insgesamt schwachen TSVK-Vorstellung sollte der eine oder andere vielleicht vor allzu harscher Kritik ein altes Sprichwort beherzigen: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen…
Veröffentlicht: Nord Sport, 24. August 2009