Heide gewinnt in letzter Sekunde
„Unter dem Strich haben wir heute verdient gewonnen“, freute sich Heides Trainer Alfred Hußner nach dem 3:2-Erfolg seiner Mannschaft beim Heikendorfer SV, „wir hätten in der ersten Hälfte unsere Torchancen noch besser ausnutzen können.“ Für Heikendorfs Trainer Mladenovic war die Niederlage besonders ärgerlich: „Als wir die Gelb-Rote Karte kassierten, löste Heide die Viererabwehrkette auf und dann haben wir noch zwei Gegentreffer einfahren müssen. So etwas ist völlig unnötig.“
Die Gäste aus Heide gestalteten in der ersten Halbzeit das Spiel und erspielten sich auch Torchancen, die Heikendorf in Durchgang eins total ausließ. Oliver Holst aus 20 Metern (10.), Marcell Voß (14.) und Andre Ladendorf (22.) mit dem Kopf, sowie Tim Ostermann trafen das Heikendorfer Gehäuse aus aussichtsreichen Positionen nicht. Das Spiel plätscherte so dahin. Man merkte dem Spielverlauf an, dass es in diesem Spiel, im Hinblick auf den absolvierten Klassenerhalt, um nichts mehr ging. Heide hatte mehr Feldanteile, war quirliger und druckvoller. Die Gastgeber waren meist statisch und wiesen Mängel beim Spiel ohne Ball auf. Somit kontrollierten die Gäste das Spiel, in Halbzeit eins jedoch ohne zählbaren Erfolg.
Nach der Pause war die Partie ausgeglichen. Nachdem Tobias Hass von der linken Seite in den Heikendorfer Strafraum flankte, ging Timo Sliwinskys Rettungsversuch unglücklich ins eigene Tor (54.). Die Gäste freuten sich über das 0:1. Doch die Freude hielt nicht lange an, weil Manuel Schwenn zwei Minuten später zum vielumjubelnden Ausgleichstreffer erzielte. Das 1:1 kam völlig überraschend und war die erste Offensivaktion vor dem Heider Tor. In der 71. Minute wurde Dominic Kahl im Heider Strafraum gefoult. Schiedsrichter Paltchikov zeigte auf den Punkt. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Manuel Schwenn zum 2:1 (72.). Heide ließ sich nicht unterkriegen, kämpfte weiter und erspielte sich durch Tim Ostermann aus 16 Metern eine weitere Tormöglichkeit, doch Thomas Bohrmann hielt seinen Schuss (76.). Nach einem Foul von Heikendorfs Rene Charlet an Marcell Voß im Strafraum, entschied Paltchikov wieder auf Elfmeter. Voß verwandelte souverän zum 2:2 (90.). Mit dem Schlusspfiff erzielten die Gäste durch Andre Ladendorf mit einem 30-Meterkracher das verdiente 3:2-Siegtor.
Veröffentlicht: NordSport, 2. Juni 2008