Heikendorf gewinnt das Kieler Ostuferderby

"Der Sieg geht völlig in Ordnung. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt und hätten früher höher führen müssen", freute sich Heikendorfs Coach Mikica Mladenovic über den 2:1 (1:0)-Erfolg seiner Mannschaft gegen Aufsteiger TSV Klausdorf. Eine komplett andere Meinung hatte Gäste-Trainer Stefan Köpke: "Das war überhaupt nicht hoch verdient! Mladenovic hat seine schwarz-weiße Vereinsbrille auf. Der einzige Unterschied zwischen beiden Teams war der herausragende Thomas Bohrmann", schimpfte Köpke nach dem Spiel.

Das Kieler Ostuferderby begann langweilig. Beide Mannschaften erspielten sich kaum Torchancen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel zwischen den Strafräumen. Klausdorf präsentierte sich gut, hielt den Angriffsbemühungen der Gastgeber in der Anfangsphase stand und gelang durch Samet Aydemir (14.) eine Gelegenheit, doch er traf den Ball nicht richtig (14.). Kurze Zeit später hatte Daniel Witt eine Riesenchance auf dem Fuß, doch alleine vor Torwart Bohrmann zeigte der Ex-Heikendorfer Nerven (16.). Auf der anderen Seite hatte Manuel Schwenn aus 16 Metern eine Möglichkeit (20.). Beide Mannschaften gaben sich nicht viel. Klausdorf war willig, hatte gute Ideen. Allerdings scheiterte es oft an der Umsetzung. Heikendorf war stets bemüht, durch die gut gestaffelte Klausdorfer Abwehr zu gelangen und erspielte sich durch Stefan Lapatzki aus halblinker Position eine Einschussmöglichkeit (28.). Nur eine Minute später war es dann soweit. Guido Braasch verwandelte zum vielumjubelten Führungstreffer, nach dem Falco Petersen von rechts gepasst hatte (29.). Die Gastgeber waren fortan befreiter, hatten mehr Offensivaktionen. Klausdorf drohte einzuknicken. Die Köpke-Elf wirkte nervös, aussichtsreiche Standardsituationen flogen weit übers Tor.

Nach der Pause war Klausdorf frischer. Fortan hatte der Aufsteiger mehr vom Spiel und legte ansehnliche Kombinationen aufs Parkett. Heikendorf wirkte irritiert und nicht mehr so spritzig und aktiv wie im ersten Durchgang. In der 60. Minute prüfte Samet Aydemir den glänzend haltenden HSV-Keeper Thomas Bohrmann aus sechs (!) Metern. Nach gut 20 Minuten der zweiten Hälfte fand Heikendorf wieder zu gewohnter Stärke zurück. Wemmer aus spitzem Winkel (65.), Schwenn aus zehn Metern (66.) und Todic aus 20 Metern (81.) hatten gute Chancen. Klausdorf hingegen war mehr damit beschäftigt, SR-Entscheidungen zu bemängeln als vernünftigen Fußball zu spielen. Kurz vor Schluss verwandelte Manuel Schwenn aus halbrechter Position zum 2:0 (83.), ehe Marc Bola mit dem Schlusspfiff zum 2:1 (90.) einköpfte.

Heikendorfer SV: Bohrmann - Petersen, Schramm, Giese, Schindler - Paterlini (59. Lange), Lapatzki, Todic, Braasch - Wemmer (89. von Malottki), Schwenn (86. Hoerhold).

TSV Klausdorf: Schmedemann - Caushmann, Baatz, Semih Aydemir, Rosenfeld - Mirza (67. Piechnio), Trociewicz, Frisch, Gesper (46. Schneider) - Witt (46. Bola), Samet Aydemir.

SR: Balsam (Altenholz).

Zuschauer: 356 zahlende.

Tore: 1:0 Braasch (29.), 2:0 Schwenn (83.), 2:1 Bola (90.).

Veröffentlicht: Nord Sport, 17. August 2009

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